Belkin-Wemo-App, Smart-Home-Geräte

Belkin-Wemo-App: Smart-Home-Geräte werden am Samstag zu „dummen“ Steckern

31.01.2026 - 00:56:12

Belkin stellt die Cloud-Dienste für seine Wemo-Produkte ein, wodurch viele Geräte ihre Smart-Funktionen verlieren. Nur Apple-Nutzer können durch Migration zu HomeKit die Steuerung retten.

Belkin schaltet am 31. Januar die Cloud für seine Wemo-Produkte ab. Viele Smart-Home-Geräte verlieren damit ihre Intelligenz – nur Apple-Nutzer haben eine Chance, ihre Geräte zu retten.

Der Countdown läuft: An diesem Samstag, dem 31. Januar 2026, stellt Belkin endgültig die Cloud-Dienste für den Großteil seiner Wemo-Smart-Home-Produkte ein. Die Entscheidung, die bereits im Juli 2025 angekündigt wurde, zieht die sofortige Deaktivierung der Wemo-App nach sich. Für Nutzer bedeutet das das Ende aller internetabhängigen Funktionen. Dazu zählen der Fernzugriff von unterwegs, Sprachbefehle über Amazon Alexa und Google Assistant sowie automatisierte Zeitpläne. Aus smarten Steckdosen und Schaltern werden dann einfache, manuell zu bedienende Geräte.

Das abrupte Ende einer Cloud-Ära

Von der Abschaltung betroffen ist eine breite Palette von Wemo-Produkten – darunter auch Modelle, die noch bis 2023 verkauft wurden. Die Liste reicht von frühen Smart Plugs über vernetzte Kaffeemaschinen bis hin zu Lichtschaltern. Mit dem Cloud-Stopp entfällt nicht nur die Steuerung. Belkin stellt auch technischen Support, Software-Updates und wichtige Sicherheitspatches ein. Die Geräte verbleiben in einem funktions- und sicherheitstechnisch eingefrorenen Zustand.

Anzeige

Passend zum Thema HomeKit: Wenn Sie jetzt noch Ihre Wemo‑Geräte retten wollen, brauchen Sie eine schnelle, leicht verständliche Anleitung für die Migration ins Apple‑Ökosystem. Das iPhone Starterpaket erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Ihr iPhone und die Apple Home‑App einrichten, kompatible Geräte hinzufügen und später lokal steuern – inklusive Tipps zum Einrichten eines Home‑Hubs (Apple TV oder HomePod). Ideal für Einsteiger, die dringend handeln müssen. Jetzt iPhone‑Starterpaket sichern

Das Grundproblem ist die Abhängigkeit von Belkins zentralen Cloud-Servern. Sie verarbeiten die Befehle und ermöglichen erst die intelligenten Features. Sobald diese Server abgeschaltet sind, reißt die primäre Kommunikationsleitung zwischen Smartphone und Gerät ab. Besonders betroffen sind Android-Nutzer und alle, die in die Ökosysteme von Alexa oder Google Home integriert sind. Für sie gibt es keine Alternative zur Wemo-App.

HomeKit als letzter Rettungsanker – aber nur für Apple-Nutzer

Einem speziellen Nutzerkreis bleibt eine Perspektive: Besitzer von Wemo-Geräten, die mit Apples HomeKit kompatibel sind, können die Funktionalität erhalten. Die Voraussetzung ist eine zeitkritische Migration noch vor dem Stichtag. Nutzer müssen ihre kompatiblen Geräte mithilfe der noch aktiven Wemo-App in das Apple-Home-Ökosystem einbinden. Anschließend lassen sie sich lokal über die Apple Home-App steuern – unabhängig von Belkins Cloud.

Nach erfolgreicher Migration bleibt die lokale Steuerung erhalten. Mit einem Apple-Home-Hub wie einem Apple TV oder HomePod lässt sich sogar der Fernzugriff wiederherstellen. Doch dieser Rettungsweg ist exklusiv für die Apple-Welt und muss bis Samstag abgeschlossen sein. Danach ist eine Einbindung in HomeKit nicht mehr möglich. Lediglich eine Handvoll neuerer, auf dem Thread-Standard basierender Wemo-Produkte bleibt von der Abschaltung unberührt.

Ein Weckruf für die gesamte Smart-Home-Branche

Belkins Entscheidung hat bei Kunden für Frust gesorgt und deckt eine grundlegende Schwachstelle im Internet der Dinge (IoT) auf. Der Fall zeigt deutlich: Wer ein cloud-abhängiges Gerät kauft, erwirbt auch einen Dienst, den der Hersteller nach Belieben einstellen kann. Funktionierende Hardware kann so über Nacht obsolet werden.

Branchenbeobachter sehen Parallelen zu Googles Nest, das 2016 den Revolv Smart-Home-Hub abschaltete. Solche Vorfälle lassen Verbraucher an der langfristigen Nutzbarkeit und dem eigentlichen „Besitz“ smarter Geräte zweifeln. Die Situation unterstreicht den wachsenden Stellenwert von lokalen Steuerungsprotokollen und interoperablen Standards wie Matter. Diese sollen unabhängiger von herstellerspezifischen Cloud-Plattformen machen. Der Wemo-Stopp könnte den Trend zu Geräten beschleunigen, die lokale Verarbeitung und offene Standards priorisieren.

Was Nutzer jetzt tun müssen – und was auf sie zukommt

Die Zeit drängt. Apple-Nutzer mit kompatibler Hardware sollten die Migration zu HomeKit sofort priorisieren. Für alle anderen, insbesondere Android- und Alexa-Nutzer, sieht die Zukunft düster aus. Ihre Geräte verlieren die „smarten“ Fähigkeiten, für die sie einst gekauft wurden.

Belkin hat angekündigt, dass Kunden mit Geräten, die am Stichtag noch unter Garantie stehen, Anspruch auf eine Teilrückerstattung haben könnten. Der Prozess startet jedoch erst nach dem 31. Januar. Für nicht mehr garantiegeschützte Produkte empfiehlt das Unternehmen die Entsorgung im Elektroschrott-Recycling. Dieses Szenario hat bereits rechtliche Fragen aufgeworfen. Einige Experten prüfen, ob die Abschaltung gegen Verbraucherschutzgesetze verstößt. Die kommenden Wochen werden die vollen Konsequenzen von Belkins Schritt zeigen – und dürften als warnendes Beispiel für Verbraucher und Hersteller gleichermaßen dienen.

Anzeige

PS: Apple‑Nutzer aufgepasst: Bevor Belkins Cloud endgültig abgeschaltet wird, hilft ein klarer, praktischer Plan beim Umstieg zu HomeKit – von der Bestandsaufnahme kompatibler Geräte über das Hinzufügen in die Home‑App bis zur Einrichtung des Fernzugriffs per Home‑Hub. Das iPhone Starterpaket liefert den vollständigen PDF‑Guide mit Checklisten und Praxistipps für die schnelle Migration, ideal für alle, die keine Zeit verlieren dürfen. Jetzt iPhone‑Starterpaket herunterladen

@ boerse-global.de