Bayern, Milliarden-Offensive

Bayern startet Milliarden-Offensive gegen Wohnungskrise

06.02.2026 - 03:15:12

Die bayerische Staatsregierung startet eine milliardenschwere Offensive für bezahlbaren Wohnraum. Ein Förderpaket und ein Innovationsnetzwerk sollen den Neubau ankurbeln und die Bauwirtschaft krisenfester machen.

Die bayerische Staatsregierung pumpt 3,6 Milliarden Euro in den Wohnungsbau. Mit dem „Wohnbau-Booster“ will sie den Neubau bezahlbarer Wohnungen wieder anschieben. Gleichzeitig soll ein Netzwerk die Bauwirtschaft krisenfester machen.

Die Herausforderungen sind enorm: Hohe Zinsen und explodierende Materialkosten haben in den letzten Jahren zahlreiche Bauprojekte unrentabel gemacht. Das verschärft den Druck auf den ohnehin knappen Wohnungsmarkt. Bayerns Antwort ist eine Doppelstrategie aus massiver Finanzspritze und struktureller Stärkung der gesamten Branche.

Der „Wohnbau-Booster“: So fließen die 3,6 Milliarden

Das milliardenschwere Förderpaket ist das Herzstück der Offensive. Es zielt darauf ab, die wirtschaftlichen Hürden für Bauherren zu senken. Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick:

  • Verdoppelte Darlehen: Die objektabhängigen Darlehen im Mietwohnungsbau werden aufgestockt.
  • Höhere Zuschüsse: Die allgemeinen Zuschüsse steigen auf bis zu 600 Euro pro Quadratmeter.
  • Lange Sozialbindung: Es gibt Anreize für dauerhaft bezahlbaren Wohnraum mit Bindungen von bis zu 55 Jahren.
  • Eigentumsförderung: Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen werden beim Erwerb von Wohneigentum unterstützt.
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Diese klaren finanziellen Zusagen sollen für die dringend benötigte Planungssicherheit sorgen. Viele soziale Wohnungsunternehmen hatten zuletzt Investitionen gestoppt, weil die Förderung unsicher war.

Netzwerk gegen die nächste Krise

Doch die Regierung setzt nicht nur auf Geld. Parallel wird die Bauwirtschaft widerstandsfähiger gemacht. Denn Pandemie und Lieferketten-Probleme haben gezeigt, wie anfällig der Sektor ist.

Eine Schlüsselrolle spielt dabei das „Netzwerk innovativer Massivbau Bayern“ (NiM Bayern). Es verbindet Unternehmen, Forschung und Verbände, um die gesamte Wertschöpfungskette zu optimieren. Die Ziele sind breit gefächert:

  • Den Fachkräftemangel bewältigen
  • Innovative und nachhaltige Baustoffe einführen
  • Die Digitalisierung vorantreiben

Ein konkretes Projekt ist die digitale Bauleitplanung. Plattformen wie „DiPlanung“ sollen Genehmigungsprozesse in ganz Bayern beschleunigen. Die Idee: Wenn die nächste Krise kommt, ist die Branche besser gewappnet.

Kann die Doppelstrategie den Negativtrend stoppen?

Die bayerischen Maßnahmen sind eine Reaktion auf eine deutschlandweite Krise. Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen warnte bereits, dass die Unsicherheit die Fertigstellung tausender Wohnungen gefährdet.

Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Die milliardenschwere Finanzspritze muss schnell und unbürokratisch bei den Bauherren ankommen. Gleichzeitig braucht es zügige Genehmigungen, um Projekte trotz hoher Kosten realisieren zu können.

Der Erfolg wird sich an einer Zahl messen lassen: Bis 2026 sollen rund 3.350 neue bezahlbare Wohnungen gebaut werden. Gelingt es, die Kraft des Geldes mit der Innovationskraft der Bauindustrie zu vereinen, könnte Bayern zum Vorbild werden. Scheitert die Offensive, droht eine weitere Verschärfung der Wohnungskrise.

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