Bau-Förderung, Klima-Programme

Bau-Förderung 2025: Klima-Programme boomen, Gesamtzahl enttäuscht

05.02.2026 - 00:02:11

Die staatlichen Förderprogramme für klimafreundliches Bauen sind stark nachgefragt, doch die Gesamtzahl geförderter Wohnungen bleibt hinter den Zielen zurück. Hohe Kosten und Zinsen bremsen den Markt.

Das Bundesbauministerium zieht eine gemischte Bilanz seiner Neubauförderung. Während Programme für energieeffizientes Bauen stark nachgefragt wurden, bleibt die Gesamtzahl geförderter Wohnungen hinter den Erwartungen zurück. Die staatlichen Hilfen stützen den angespannten Markt, können aber hohe Baukosten und Zinsen nicht ausgleichen.

Klimafreundlicher Neubau als Zugpferd

Das mit Abstand erfolgreichste Programm war „Klimafreundlicher Neubau“ (KFN). Über die zinsverbilligten KfW-Kredite gab der Bund Förderzusagen für 36.747 Wohneinheiten – das Volumen: rund 4,5 Milliarden Euro. Deutlich geringer fiel die Nachfrage nach dem spezielleren „Klimafreundlichen Neubau im Niedrigpreissegment“ (KNN) aus. Hier wurden nur 8.214 Einheiten gefördert.

Auch die „Wohneigentumsförderung für Familien“ (WEF) lief nach einer Verbesserung der Konditionen gut an. Sie ermöglichte 4.554 neue, klimafreundliche Wohneinheiten für Familien mit Kindern. Ein Förderprogramm für Genossenschaftsanteile blieb mit nur 390 Zusagen dagegen bedeutungslos.

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Branche: Impulse wichtig, aber nicht genug

Vertreter der Bauwirtschaft reagieren verhalten optimistisch. Zwar stiegen die Baugenehmigungen von Januar bis November 2025 um 11,3 Prozent auf 215.500 Wohnungen. Doch diese Zahl liegt weit unter dem Niveau von 2021 (341.000 Genehmigungen).

Die ursprüngliche Zielmarke von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr wird damit klar verfehlt. Die Branche betont: Staatliche Hilfen sind wichtig, reichen aber nicht aus. Anhaltend hohe Kosten, Zinsen und bürokratische Hürden bremsen weiter viele Projekte.

Neue Milliarden und vereinfachte Struktur geplant

  • Der Etat des Bauministeriums wurde für 2025 auf etwa 7,4 Milliarden Euro erhöht.
  • Zusätzlich sind für Bau-Förderungen 11,25 Milliarden Euro vorgesehen, davon rund 3,5 Milliarden für den sozialen Wohnungsbau.
  • Um „baureife“ Projekte zu stützen, wurde eine befristete Förderung für den Effizienzhaus-55-Standard mit 800 Millionen Euro aufgelegt.

Ab 2027 soll die komplexe Förderlandschaft schlanker werden. Geplant ist eine Zwei-Säulen-Struktur: eine für Neubau, eine für Sanierung. Das Ziel: mehr Übersicht, weniger Bürokratie.

Vorsichtiger Aufschwung in Sicht?

Die Bilanz fällt in eine Phase der vorsichtigen Erholung. Führende Wirtschaftsinstitute prognostizieren für 2026 erstmals wieder ein Wachstum des Bauvolumens. Das DIW erwartet ein Plus von 1,7 Prozent.

Eine entscheidende Rolle spielen stabile Finanzierungskosten. Experten rechnen 2026 mit Bauzinsen zwischen 3,5 und 4,0 Prozent – das gibt Planungssicherheit. Doch der Aufschwung bleibt fragil. Er wird maßgeblich von staatlichen Mitteln getragen. Für eine nachhaltige Belebung fordern Experten strukturelle Reformen, etwa schnellere Genehmigungsverfahren.

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