Bank Austria sieht Österreichs Wirtschaft 2026 auf Erholungskurs
15.01.2026 - 23:26:12Nach einer langen Durststrecke gibt es einen Hoffnungsschimmer für die heimische Konjunktur. Die UniCredit Bank Austria prognostiziert für 2026 ein Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent. Das wäre eine leichte Beschleunigung gegenüber dem erwarteten Zuwachs von rund 0,5 Prozent im Vorjahr.
Gedämpfter Optimismus nach Rezession
Die leichte Aufhellung markiert einen Wendepunkt. Die Jahre 2023 und 2024 gelten als längster Wirtschaftsabschwung der Zweiten Republik. Angetrieben wird die Erholung vor allem von der Inlandsnachfrage. Der Außenhandel bleibt dagegen eine Belastung.
Die Stimmungsaufhellung ist in fast allen Sektoren spürbar – mit Ausnahme der Bauwirtschaft. Besonders Industrie und Dienstleistungen stabilisieren sich. Andere führende Institute wie WIFO und IHS teilen diese Einschätzung und rechnen mit einem Wachstum zwischen 1,0 und 1,2 Prozent.
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Sinkende Inflation als Rückenwind
Ein zentraler Treiber für die erwartete Erholung ist der Rückgang der Teuerung. Die Bank Austria erwartet, dass die Inflation von durchschnittlich 3,5 Prozent (2025) auf 2,4 Prozent (2026) sinkt. Das stärkt die Kaufkraft der Haushalte und könnte den privaten Konsum ankurbeln.
Das WIFO rechnet mit einer ähnlichen Entspannung. Ein Grund für den Rückgang zu Jahresbeginn ist das Auslaufen von Basiseffekten nach dem Energiepreisanstieg im Januar 2025. Trotzdem bleibt die Inflation in Österreich voraussichtlich über dem Eurozonen-Durchschnitt.
Robuster Arbeitsmarkt mit leichten Hoffnungen
Trotz der schwachen Konjunktur hat sich der Arbeitsmarkt als widerstandsfähig erwiesen. Für 2026 prognostiziert die Bank Austria einen leichten Rückgang der Arbeitslosenquote von 7,5 auf 7,4 Prozent.
Erste Anzeichen einer Belebung werden für das laufende Jahr erwartet. Die Situation bleibt jedoch gespalten: Während Technik, Handwerk und Pflege händeringend suchen, kämpfen Handel und Warenproduktion weiter.
Auf tönernen Füßen
Die Prognose steht im Einklang mit einer verhaltenen Erholung im Euroraum. Doch die starke Abhängigkeit von der deutschen Konjunktur bleibt ein Problem. Eine schwächelnde deutsche Industrie dämpft die Aussichten für österreichische Exporteure.
Globale Risiken wie Handelskonflikte oder geopolitische Spannungen könnten den zarten Aufschwung schnell zunichtemachen. Auch der budgetäre Spielraum für staatliche Stützungsmaßnahmen ist begrenzt.
Für 2027 erwartet die Bank Austria eine weitere leichte Beschleunigung auf 1,5 Prozent Wachstum. Bis dahin soll sich die Inflation dem Zwei-Prozent-Ziel der EZB annähern. Ob aus der leichten Aufhellung ein nachhaltiger Aufschwung wird, müssen die kommenden Quartale zeigen.
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