Bahn-Finanzierungsloch stoppt Münchens Verkehrsausbau
24.01.2026 - 09:05:12Die Bundesregierung kann wichtige Bahnprojekte in München nicht bezahlen. Eine Milliardenlücke im Haushalt bis 2029 stoppt baureife Ausbauvorhaben und verunsichert den Immobilienmarkt.
Besonders betroffen ist die Elektrifizierung der Strecke von München über Mühldorf nach Freilassing. Sie gilt als Lebensader für Pendler aus dem Osten. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums bestätigte: Die Umsetzung werde „im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel geprüft“. Diese unklare Lage lähmt jetzt Planungen.
Immobilienboom im Osten gerät ins Stocken
Die Nachricht trifft Stadtteile wie Trudering-Riem, Berg am Laim und Daglfing sowie Umlandgemeinden wie Kirchheim oder Poing mitten im Aufschwung. Viele Neubauprojekte wurden explizit mit der angekündigten besseren Bahnanbindung beworben und vermarktet.
Investoren und Vermieter in München sehen sich plötzlich mit unsicherer Preisentwicklung konfrontiert. Wer jetzt Mieterhöhungen begründen oder Verkaufspreise prüfen muss, sollte die aktuelle Marktlage zuverlässig einordnen. Der kostenlose Mietspiegel-Report 2025 liefert Vergleichsmieten, Begründungshilfen und die Tabellen, mit denen Sie Mietanpassungen rechtssicher stützen können – in nur wenigen Minuten. Jetzt Mietspiegel-Report 2025 kostenlos anfordern
Experten warnen: Die Nachfrage nach Immobilien hängt stark von der Verkehrsanbindung ab. Eine Verzögerung der Bahnprojekte könnte die Preisentwicklung in diesen Lagen deutlich dämpfen. Droht jetzt ein Investitionsstopp, der das ohnehin knappe Wohnungsangebot weiter verringert?
Zweite Stammstrecke: Hoffnung mit Verzögerung
Unabhängig von den Bundesproblemen schreitet der Bau der Zweiten S-Bahn-Stammstrecke voran. Sie soll die bestehende, überlastete Strecke entlasten und die Kapazitäten erheblich erhöhen.
Doch auch dieses Generationenprojekt kämpft mit massiven Kostensteigerungen und Verzögerungen. Der symbolische Spatenstich am Ostbahnhof erfolgte zwar im Oktober 2025, die Fertigstellung ist aber erst für das nächste Jahrzehnt geplant. Nährt das die allgemeine Skepsis gegenüber großen Infrastrukturversprechen?
Münchens Immobilienmarkt in der Zwickmühle
Der Markt hatte sich gerade stabilisiert. Nach Preisrückgungen in den Vorjahren fassten Käufer wieder Vertrauen. Doch Nachrichten über gestoppte Infrastruktur wirken wie ein Störfeuer.
In einem differenzierten Markt sind moderne, gut angebundene Objekte weiter heiß begehrt. Fällt der Faktor „gute Anbindung“ weg, verlieren betroffene Lagen sofort an Wert gegenüber Gebieten mit gesicherter Infrastruktur. Für viele potenzielle Käufer beginnt jetzt eine Phase des Abwartens.
Der Druck auf die Bundesregierung wächst. Bayerns Verkehrsminister und Wirtschaftsvertreter pochen auf die Einhaltung der Zusagen. Für den Münchner Osten bleibt es vorerst eine nervöse Hängepartie zwischen dringend benötigtem Wohnraum und unsicherer Erschließung.
PS: Unsichere Infrastrukturprojekte können Ihre Renditeplanung verändern. Holen Sie sich den kostenlosen Mietspiegel-Report 2025 – inklusive Vergleichstabellen und Praxis-Tipps, die Vermieter aktuell nutzen, um Mieterhöhungen zu begründen oder Verkaufspreise realistisch einzuschätzen. Jetzt Mietspiegel-Report 2025 herunterladen


