BaFin warnt vor TrusTyfy: Gefälschte Zulassung für Krypto-Betrug
23.01.2026 - 17:10:12Die Finanzaufsicht BaFin warnt eindringlich vor der TrusTyfy Deutschland GmbH & Co. KG. Das Unternehmen soll mit gefälschten BaFin-Bescheinigungen Krypto-Dienstleistungen anbieten und Anleger in einen Abrechnungsbetrug locken.
Die Masche: Gefälschte Autorität für Recovery Scams
Die Betreiber kontaktieren gezielt deutsche Verbraucher. Sie versprechen, angebliche Verluste aus früheren Krypto-Investitionen gegen eine Vorabgebühr zurückzuholen. Diese Methode ist als Recovery Scam bekannt – eine perfide Masche, bei der bereits geschädigte Anleger ein zweites Mal betrogen werden.
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Unerlaubte Geschäfte trotz MiCAR-Regulierung
Seit der Einführung der europäischen MiCAR-Verordnung benötigen alle Anbieter von Kryptodienstleistungen eine Erlaubnis der BaFin. TrusTyfy handelt offenbar ohne diese essenzielle Zulassung. Die Aufsichtsbehörde rät daher dringend, jeden Anbieter vor einer Geschäftsbeziehung in ihrer Unternehmensdatenbank zu prüfen.
Der Fall ist kein Einzelfall. Immer häufiger missbrauchen Betrüger die Identität seriöser Unternehmen oder sogar der Aufsicht selbst. Diese sogenannten Klon-Firmen untergraben das fundamentale Vertrauen in das Finanzsystem – mit professionellen Webauftritten und gefälschten Dokumenten wird Legitimität vorgetäuscht.
Was Anleger jetzt tun müssen
Die BaFin setzt ihre Ermittlungen fort. Verbraucher, die von TrusTyfy kontaktiert werden, sollten:
* Keine Vorabgebühren zahlen.
* Keine persönlichen Daten oder Zugänge zu Handelsplattformen preisgeben.
* Den Vorfall bei der BaFin und der örtlichen Polizei melden.
Die wichtigste Schutzmaßnahme bleibt die eigene Sorgfalt. Angebote, die ungewöhnlich hohe Renditen oder mühelose Rückholaktionen versprechen, sind fast immer betrügerisch. Die Überprüfung in der BaFin-Datenbank ist der erste, entscheidende Schritt vor jeder Investition.


