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BaFin warnt vor neuer Welle an WhatsApp-Trading-Betrug

26.01.2026 - 04:56:12

Die Finanzaufsicht intensiviert Warnungen vor unseriösen Trading-Plattformen. Betrüger nutzen psychologische Tricks und gefälschte Profile, um Anleger zu ködern.

Eine Flut neuer Warnungen der Finanzaufsicht BaFin zeigt: Trading-Betrüger auf WhatsApp werden immer professioneller. Allein in der letzten Woche veröffentlichte die Behörde mehrere dringende Mitteilungen zu unseriösen Plattformen. Die Kriminellen ködern Anleger mit psychologischem Druck und gefälschten Erfolgsgeschichten – oft mit dem Totalverlust des Ersparten als Folge.

So locken die Betrüger in die Falle

Das Muster ist immer ähnlich. Es beginnt mit einer unerwarteten Einladung in eine exklusive WhatsApp-Gruppe. Dort werden hohe Renditen im Aktien- oder Krypto-Handel versprochen. Gefälschte Profile und inszenierte Erfolgsberichte erzeugen sozialen Druck und Dringlichkeit.

Die Opfer werden zu einer Anmeldung auf einer unregulierten Handelsplattform oder in einer speziellen App bewegt. Anfängliche, kleine Investitionen zeigen auf täuschend echten Oberflächen sofort fiktive Gewinne. Das soll zu höheren Einzahlungen verleiten.

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Der Betrug fliegt auf, sobald eine Auszahlung beantragt wird. Der Kontakt bricht ab oder die Täter fordern plötzlich „Steuernachzahlungen“ und weitere Gebühren. Am Ende steht fast immer der Totalverlust.

Diese unseriösen Anbieter stehen aktuell im Fokus

Die BaFin hat ihre Warnungen zu Jahresbeginn deutlich intensiviert. Konkret warnte die Aufsicht in diesem Januar vor diesen Angeboten:

  • „Leading Asset Management“ (20.01.): Das Unternehmen wirbt in WhatsApp-Gruppen und über die App „LAM INT“ mit einem „QuantAllianz Profit Plan“. Die BaFin stellt klar: Dessen Behauptung, von der Behörde kontaktiert worden zu sein, ist unwahr.
  • „WeisbergAdvisors“ (23.01.): Der Anbieter täuscht Seriosität mit angeblichen Niederlassungen in New York und Zürich vor. Eine behauptete Registrierung bei der US-Börsenaufsicht SEC ist nicht nachweisbar.
  • „Hellobit“, „Viforex“ & „GTI Pro“: Auch vor diesen Krypto- und Handelsplattformen warnte die BaFin im Januar. Alle bieten ohne die erforderliche deutsche Erlaubnis Finanzdienstleistungen an.

Was Opfer jetzt tun müssen

Für Geschädigte ist schnelles Handeln entscheidend. Experten raten zu diesem Vorgehen:

  • Sofort alle Zahlungen stoppen und den Kontakt zu den Betrügern abbrechen.
  • Strafanzeige bei der Polizei erstatten.
  • Alle Beweise sichern: Chatverläufe, Kontaktdaten, Webseiten und vor allem Transaktionsbelege.
  • Rechtliche Hilfe prüfen: Spezialisierte Anwaltskanzleien können bei der Rückverfolgung von Geldern unterstützen.

Präventiv raten BKA und Verbraucherzentralen zu äußerster Skepsis bei unaufgeforderten Finanzangeboten in Messenger-Diensten.

Immer perfider: Die Professionalisierung der Masche

Die WhatsApp-Betrüger agieren in internationalen Netzwerken und nutzen die einfache Skalierbarkeit der Dienste. Das BKA warnte bereits 2025 vor einer besonders perfiden Weiterentwicklung: dem Recovery Scam.

Dabei erstellen Betrüger gefälschte WhatsApp-Gruppen im Namen des BKA. Sie bieten an, bereits verlorenes Geld zurückzuholen – und betrügen die Opfer so ein zweites Mal oder ergaunern sensible Daten. Die Täter setzen zunehmend auch KI und Deepfakes ein, um glaubwürdiger zu wirken.

Für die Strafverfolgung bleiben die grenzüberschreitenden Taten und verschleierten Geldflüsse über Kryptowährungen eine große Hürde.

Warum die Gefahr weiter wächst

Experten gehen davon aus, dass die Bedrohung durch Messenger-Betrug zunehmen wird. Die Taktiken passen sich laufend neuen Technologien an. Die BaFin wird ihre öffentlichen Warnungen daher voraussichtlich hochhalten.

Für Verbraucher bedeutet das: Eigenverantwortung und eine kritische Haltung sind entscheidend. Grundsätzlich gilt Misstrauen, wenn hohe Renditen ohne Risiko versprochen werden. Die Seriosität eines Anbieters sollte immer zuerst in offiziellen Registern wie der BaFin-Unternehmensdatenbank geprüft werden – und nicht in einer WhatsApp-Nachricht.

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