BaFin warnt vor Identitätsdiebstahl bei Parex Asset Management
15.01.2026 - 09:25:12Die deutsche Finanzaufsicht BaFin warnt vor einer gefälschten Investmentplattform, die den Namen eines regulierten Unternehmens missbraucht. Betrüger locken Anleger mit der Website parex-am.com in eine Falle.
FRANKFURT – Mit einer deutlichen Warnung reagiert die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf einen schwerwiegenden Fall von digitalem Identitätsdiebstahl. Wie die Behörde am Donnerstag, 15. Januar 2026, mitteilte, geben sich unbefugte Betreiber auf der Seite parex-am.com als das regulierte Unternehmen Parex Asset Management IPAS aus. Ziel ist es, ahnungslosen Anlegern illegale Finanz- und Kryptodienstleistungen zu verkaufen. Die Aufsicht stuft den Vorgang als klaren Betrugsversuch ein.
Gefälschte Plattform nutzt Vertrauen in regulierte Firma
Die offizielle Verbraucherwarnung der BaFin beschreibt ein ausgeklügeltes Täuschungsmanöver. Auf parex-am.com werden Finanzdienstleistungen, Wertpapiergeschäfte und Krypto-Angebote für deutsche Kunden beworben – alles ohne die erforderliche Erlaubnis der Aufsichtsbehörde.
Cyberangriffe, Klon-Websites und gefälschte Investmentplattformen nehmen deutlich zu – viele Anleger und Firmen sind darauf nicht vorbereitet. Ein kostenloses E-Book zur Cyber-Security erklärt aktuelle Bedrohungen (inkl. neuer KI-Regeln), zeigt, wie Phishing und Identitätsdiebstahl funktionieren, und liefert sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen für Unternehmen und Privatpersonen. Schützen Sie Konten, Mitarbeiter und Transaktionen jetzt aktiv. Jetzt kostenlosen Cyber-Security-Report herunterladen
Das perfide an dem Betrug: Die Website beruft sich ausdrücklich auf die echte BaFin-Registrierung von Parex Asset Management IPAS. Die Betreiber nutzen den Namen, die Adresse und die Registrierungsnummer des seriösen Unternehmens, um Glaubwürdigkeit vorzutäuschen. Die BaFin stellt jedoch klar: „Es besteht keine Verbindung zwischen der echten Parex Asset Management IPAS und der unbefugten Website.“ Die Behörde handelt auf Grundlage des Kreditwesengesetzes (KWG) und des neuen Kryptomarktaufsichtsgesetzes (KMAG), um die Marktintegrität zu schützen.
So funktioniert der „Clone-Firm“-Betrug
Sicherheitsexperten beobachten einen alarmierenden Anstieg dieser sogenannten „Clone-Firm“- oder Klon-Betrügereien. Die Methode ist einfach und effektiv: Betrüger kopieren die Identität einer zugelassenen Finanzfirma und bauen damit eine „Vertrauensfalle“.
Die gefälschte Parex-Website wirbt mit klassischen Anlageprodukten und Kryptohandel. Da den Anbietern aber jede Zulassung fehlt, genießen Anleger keinerlei Aufsichtsschutz. Einmal eingezahlte Gelder werden meist sofort auf Offshore-Konten transferiert und sind nach der Aufdeckung des Betrugs praktisch nicht mehr zurückzuholen. Die BaFin betont, dass das Geschäft auf parex-am.com in Deutschland illegal ist.
Identitätsdiebstahl wird zum Dauerproblem
Die aktuelle Warnung ist kein Einzelfall. Sie reiht sich in eine Serie ähnlicher Meldungen zu Beginn des Jahres 2026 ein. Bereits am 13. Januar hatte die BaFin vor der Website deumarket.com gewarnt, wo Betreiber ebenfalls Identitäten europäischer Firmen gestohlen hatten.
Auch betrügerische E-Mails, die sich als seriöse Zahlungsdienstleister ausgeben, machen derzeit die Runde. Das Muster ist klar: Cyberkriminelle nutzen die Reputation etablierter Unternehmen als Schutzschild. Die Geschwindigkeit, mit der diese professionell wirkenden Klon-Websites online gehen, deutet auf den Einsatz automatisierter Tools hin.
Folgen für die Branche und Verbraucherschutz
Der Identitätsdiebstahl im Finanzsektor hat eine doppelte Wirkung: Anleger erleiden direkte finanzielle Verluste, und die nachgeahmten Unternehmen erleiden Imageschäden. Firmen wie Parex Asset Management IPAS stehen nun vor der Herausforderung, ihre Kunden über den Betrug aufzuklären und klar von den Fälschungen abzugrenzen.
Marktbeobachter sehen die Aufsichtsbehörden in der Pflicht, ihre Echtzeit-Überwachung zu verschärfen. Die Tatsache, dass die BaFin in ihrer Warnung das Kryptomarktaufsichtsgesetz (KMAG) anführt, unterstreicht die besondere Gefahr in diesem Bereich: Krypto-Transaktionen sind schnell und meist unwiderruflich – ideale Bedingungen für Betrüger.
Die BaFin appelliert an alle Verbraucher, die Identität jedes Anbieters zu prüfen, bevor Geld fließt. Ein einfacher Abgleich mit der offiziellen Unternehmensdatenbank der Behörde kann bereits Aufschluss geben, ob eine Website wirklich zu dem Unternehmen gehört, das sie vorgibt zu sein.
Ausblick: Schärfere Regeln für den digitalen Finanzmarkt
Cybersicherheitsexperten rechnen damit, dass die europäischen Aufsichtsbehörden ihre Zusammenarbeit gegen grenzüberschreitenden Identitätsdiebstahl verstärken werden. Durch immer strengere EU-Regulierung für den digitalen Finanzmarkt schließen sich langsam die Schlupflöcher. Das zwingt Betrüger zu immer dreisteren Methoden wie der direkten Identitätsübernahme.
Für das erste Quartal 2026 erwarten Analysten weitere Warnungen, da die BaFin ihre Prüfungen bei nicht zugelassenen Krypto-Dienstleistern intensiviert. Die wichtigste Regel für Anleger bleibt: Seien Sie besonders misstrauisch bei unaufgeforderten Investment-Angeboten aus dem Internet oder den Sozialen Medien. Verlassen Sie sich bei der Überprüfung ausschließlich auf offizielle Kanäle.
PS: Bevor Sie auf eine vermeintlich seriöse Website einzahlen oder auf unbekannte Links reagieren, lohnt sich ein kurzer Sicherheits-Check. Dieses Gratis-E-Book enthält eine 4-Schritte-Anleitung gegen Phishing, Hinweise zur Erkennung von Clone-Firmen und praktische Maßnahmen, mit denen Sie Geldverluste verhindern und Mitarbeiter schützen. Ideal für Verbraucher und kleine Unternehmen, die schnell wirksame Schritte suchen. Gratis Cyber-Security-Guide sichern


