BAFA lädt zum 20. Export Control Day nach Berlin
05.02.2026 - 19:04:12Deutschlands Exportwirtschaft trifft sich im Juni in Berlin, um die drängendsten Herausforderungen im Außenhandel zu diskutieren. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat die Termine für den 20. Export Control Day bekannt gegeben. Die zentrale Konferenz für Außenhandels- und Compliance-Experten findet am 18. und 19. Juni 2026 als Hybrid-Veranstaltung statt.
Die Ankündigung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Deutsche und europäische Exporteure navigieren durch ein zunehmend komplexes globales Handelsumfeld. Geopolitische Verschiebungen und sich ständig ändernde Regularien stellen Unternehmen vor enorme Herausforderungen. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem renommierten Institut für Zoll- und Außenwirtschaftsrecht der Universität Münster organisiert. Sie gilt als hochrangiges Forum für den Dialog zwischen Wirtschaft, Behörden, Wissenschaft und Rechtsberufen.
Das wichtigste Treffen der Export-Community
Seit 2007 hat sich der Export Control Day als unverzichtbare Jahreskonferenz etabliert. Regelmäßig zieht sie 400 bis 500 Teilnehmer an. Die Veranstaltung bietet Praktikern eine einzigartige Plattform. Hier erhalten sie Erkenntnisse aus erster Hand zu neuesten rechtlichen Entwicklungen. Der Erfahrungsaustausch über nationale und internationale Handelsvorschriften steht im Mittelpunkt.
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International besetzte Panels und Arbeitsgruppen behandeln stets ein zentrales Thema. Im vergangenen Jahr lautete es „Emerging Export Controls“. Dabei ging es um die Anpassung der Handelspolitik an anhaltende Krisen und geostrategischen Wandel. Diskutiert wurden damals Updates vom US-Handelsministerium und der EU-Kommission.
Kontext: Reformen und globale Spannungen
Die Konferenz 2026 findet nur wenige Monate nach wichtigen Änderungen im deutschen Ausfuhrverfahren statt. Seit dem 1. Februar 2026 gilt ein Maßnahmenpaket zur Vereinfachung und Beschleunigung von Exportgenehmigungen. BAFA und Bundeswirtschaftsministerium haben mehrere Allgemeingenehmigungen (AGGs) eingeführt oder aktualisiert.
Ziel ist klar: Der administrative Aufwand für weniger kritische Exporte soll sinken. So kann sich die Behörde auf Transaktionen konzentrieren, die eine intensivere Prüfung erfordern. Diese Reformen sind Teil einer größeren Anpassung an ein schwieriges internationales Umfeld. Die Durchsetzung von Sanktionen und die Verhinderung von Umgehungsgeschäften bleiben oberste Priorität.
Der schmale Grat zwischen der Förderung des Welthandels und der Wahrung sicherheitspolitischer Interessen wird in Berlin sicherlich ein zentrales Diskussionsthema sein. Das Event schafft einen wichtigen Raum für den Austausch zwischen Privatwirtschaft und Behörden.
Diese Themen dürften 2026 im Fokus stehen
Das offizielle Motto des 20. Export Control Day steht zwar noch aus. Doch die Agenda wird die dringlichsten Fragen der Exportgemeinschaft widerspiegeln. Experten erwarten Diskussionen zu drei Kernbereichen:
Erstens: Die Umsetzung und Wirkung der jüngsten Verfahrensvereinfachungen. Zweitens: Die neuesten Entwicklungen in der EU- und US-Exportkontrollpolitik. Drittens: Die Herausforderungen der Sorgfaltspflicht in Lieferketten.
Zunehmend im Fokus stehen auch Menschenrechte und die Verhinderung des Missbrauchs von Technologie – besonders in Forschung und Wissenschaft. Das Hybrid-Format ermöglicht auch 2026 eine breite internationale Teilnahme. Für deutsche Exportunternehmen ist die Konferenz mehr als eine Informationsveranstaltung. Sie ist eine Chance zum direkten Dialog mit den Regulierern. Die gewonnenen Erkenntnisse werden für kompliant und resilient agierende Unternehmen unschätzbar sein.
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