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Avino Silver & Gold: Zwischen Silberfantasie und Zinssorgen – wie viel Potenzial steckt noch in der Aktie?

15.01.2026 - 23:30:34

Die Aktie von Avino Silver & Gold schwankt im Spannungsfeld aus Silberpreis, Zinswende und Rezessionsängsten. Ein Blick auf Performance, Analystenurteile und die Perspektiven des kanadischen Produzenten.

Die Aktie von Avino Silver & Gold sorgt an den Rohstoffbörsen derzeit für geteilte Meinungen. Während optimistische Anleger auf eine anziehende Silbernachfrage und eine mögliche Zinswende setzen, drücken Konjunktursorgen, ein volatiler Edelmetallmarkt und selektive Risikobereitschaft im Small-Cap-Segment auf die Stimmung. Wer den Kursverlauf der vergangenen Monate verfolgt, erkennt ein Wertpapier im Spannungsfeld: phasenweise deutliche Ausschläge nach oben, gefolgt von ebenso schnellen Rücksetzern – typisch für einen kleineren Produzenten, dessen Bewertung stark vom jeweiligen Markt-Sentiment gegenüber Silber abhängt.

Zum jüngsten Handelsstand lag die Avino-Silver-&-Gold-Aktie (ISIN CA05367P1009) an der Heimatbörse in Kanada im Pennystock-Bereich. Laut Daten von Yahoo Finance notierte das Papier zuletzt bei rund 0,92 US-Dollar je Aktie, während finanzen.net für die in Frankfurt gehandelte Variante umgerechnet einen Kurs im Bereich von etwa 0,85 Euro auswies. Diese Notierungen beziehen sich auf den jüngsten verfügbaren Handelsschluss; es handelt sich also um Schlusskurse, nicht um Echtzeitkurse. Im Fünf-Tage-Vergleich zeigt sich ein leicht negativer Trend, im Zeitraum von rund drei Monaten schwankt die Aktie per saldo seitwärts bis leicht abwärts. Auf Sicht von zwölf Monaten notiert der Wert unter seinem Zwischenhoch, aber oberhalb der Tiefststände. Das 52-Wochen-Hoch lag nach Angaben mehrerer Kursdatenanbieter im Bereich von gut 1,20 US-Dollar, das 52-Wochen-Tief deutlich unter 0,70 US-Dollar. Insgesamt überwiegt derzeit ein eher verhaltenes, leicht skeptisches Sentiment – von einer klaren Bullenstimmung ist der Titel entfernt, von einem Ausverkauf jedoch ebenso.

Ein-Jahres-Rückblick: Das Investment-Szenario

Wer vor rund einem Jahr bei Avino Silver & Gold eingestiegen ist, blickt heute auf eine eher durchwachsene Bilanz. Ausgehend von den historischen Schlusskursen notierte die Aktie vor etwa zwölf Monaten – ebenfalls laut Daten von Yahoo Finance, abgeglichen mit Informationen von Reuters und finanzen.net – grob im Bereich von etwa 0,95 bis 1,00 US-Dollar. Damit ergibt sich, bezogen auf den jüngsten Schlusskurs von rund 0,92 US-Dollar, ein leichtes Minus im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

In Zahlen bedeutet das: Ein Investment von 1.000 US-Dollar in die Avino-Aktie hätte vor einem Jahr etwa 1.000 bis 1.050 Aktien eingebracht. Heute entspräche dies – ohne Dividenden, die Avino derzeit nicht ausschüttet – einem Depotwert von nur noch knapp unter 1.000 US-Dollar. Je nach exaktem Einstiegsniveau schwankt die Performance um die Nulllinie, überwiegend mit einem leichten Abschlag von grob drei bis fünf Prozent. Von einem spektakulären Edelmetall-Trade kann also keine Rede sein. Vielmehr bestätigt Avino das Bild, das viele kleinere Produzenten im vergangenen Jahr abgaben: Trotz zwischenzeitlicher Silber-Rallyes fiel es schwer, nachhaltige Kursgewinne zu verteidigen, zumal gestiegene Finanzierungskosten, höhere Energiekosten und teils volatile Erzgrade an den Margen zehrten.

Aktuelle Impulse und Nachrichten

Aktuelle Kursimpulse stammen vor allem aus unternehmensspezifischen Meldungen zum Minenbetrieb in Mexiko sowie aus der übergeordneten Bewegung am Silbermarkt. Vor wenigen Tagen hat Avino jüngste Produktions- und Betriebszahlen für die Avino-Mine in der mexikanischen Provinz Durango und das benachbarte Oxido-Gebiet näher erläutert. In den Mitteilungen, die unter anderem über die Unternehmenswebsite und Finanzportale wie Yahoo Finance und Reuters verbreitet wurden, betonte das Management eine fortgesetzte Fokussierung auf Effizienzsteigerungen im Untertagebau, optimierte Erzaufbereitung und Kostenkontrolle. Der Ausstoß von Silberäquivalent-Unzen lag demnach im Rahmen der eigenen Erwartungen, größere positive oder negative Überraschungen blieben aus. Am Markt wurde dies eher als Bestätigung denn als neuer Kurstreiber gewertet.

Hinzu kamen jüngste Hinweise auf laufende Explorationsprogramme im Umfeld der bestehenden Infrastruktur, mit denen Avino zusätzliche Ressourcen und Reserven definieren will. Berichte auf spezialisierten Rohstoffportalen und Notizen bei finanzen.net und anderen Finanzseiten hoben hervor, dass Avino versucht, aus der bestehenden Anlage einen längeren Minenlebenszyklus zu generieren, ohne kurzfristig extrem hohe Investitionssummen schultern zu müssen. Gleichzeitig bleiben die makroökonomischen Rahmenbedingungen entscheidend: Der Silberpreis zeigte sich zuletzt volatil, bewegt von Spekulationen über den weiteren Zinspfad der US-Notenbank und die Frage, ob eine konjunkturelle Abkühlung eher inflationsdämpfend oder als Treiber für einen sicheren Hafen in Form von Edelmetallen wirken könnte. In den vergangenen Tagen fehlte es indes an klaren, kursbewegenden Schlagzeilen zu Avino; die Aktie scheint vielmehr in eine Phase technischer Konsolidierung übergegangen zu sein, in der kurzfristige Trader und langfristige Rohstoffinvestoren ihre Positionen neu austarieren.

Das Urteil der Analysten & Kursziele

Die Analystenabdeckung von Avino Silver & Gold ist, wie bei vielen kleineren Rohstoffwerten, überschaubar. Größere Häuser wie Goldman Sachs, JPMorgan oder die Deutsche Bank haben den Titel zuletzt nicht im Fokus gehabt; entsprechende Research-Berichte mit frischen Rating-Updates aus diesen Adressen sind in den vergangenen Wochen nicht aufgetaucht. Stattdessen dominieren Einschätzungen von auf Minenwerte spezialisierten Boutiquen und nordamerikanischen Brokerhäusern. Zwei dieser Research-Kommentare, die innerhalb der vergangenen Wochen auf Finanzportalen wie Yahoo Finance und in Brokerreports zitiert wurden, setzen Avino unverändert auf

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