ATLAS-Ausfuhr: Wartung und Portal-Umzug für Exporteure
27.01.2026 - 06:34:12Deutsche Exportunternehmen müssen sich heute Abend auf eine kurze Unterbrechung im Zollsystem ATLAS-Ausfuhr einstellen. Grund ist eine geplante Wartung, die Teil größerer Modernisierungen der digitalen Zollinfrastruktur ist.
Geplante Wartung legt System kurzzeitig lahm
Die Generalzolldirektion hat für Dienstag, den 27. Januar 2026, eine Wartungspause angekündigt. Zwischen 18:30 und 20:00 Uhr werden die Schnittstellen des Elster-Systems gewartet, das auch für das Portal Internetausfuhranmeldung Plus (IAA-Plus) essenziell ist. In diesem Zeitraum ist mit Störungen zu rechnen. Unternehmen, die Ausfuhranmeldungen bearbeiten müssen, sollten ihre Arbeit daher vorher abschließen. Für Notfälle ist die offizielle Ticketnummer INC000007194445 hinterlegt.
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März 2026: IAA-Plus zieht ins Zoll-Portal um
Eine weitaus größere Änderung steht am 17. März 2026 an. Wie die Zollverwaltung in einem ATLAS-Info-Bulletin vom 5. Januar mitteilte, wird der Dienst IAA-Plus dann ausschließlich über das zentrale Zoll-Portal erreichbar sein. Der bisherige Direktzugang wird abgeschaltet. Künftig ist für jede Nutzung ein Login im Zoll-Portal erforderlich. Ziel ist die Bündelung verschiedener Zolldienste auf einer Plattform, was die Nutzerfreundlichkeit und Sicherheit erhöhen soll. Unternehmen, die noch keinen Account haben, sollten diesen rechtzeitig einrichten.
Hintergrund: Der lange Weg zu AES 3.0
Diese Updates erfolgen im Rahmen der umfassenden Migration zu ATLAS-Ausfuhr 3.0, auch bekannt als Automated Export System (AES) 3.0. Dieses Release passt das deutsche System an die Vorgaben des Unionszollkodex (UZK) an und bringt technische sowie datenseitige Neuerungen mit sich. Dazu zählen neue Datenfelder und Änderungen an der Struktur der Master Reference Number (MRN). Die vollständige technische Umsetzung von AES 3.0 wurde zwar bis Ende 2025 verlängert, doch durch laufende Updates bereiten sich System und Nutzer schrittweise auf den endgültigen Wechsel vor.
Was Exporteure jetzt tun sollten
Das ATLAS-System ist das Rückgrat des deutschen Exports. Kurze Wartungsfenster sind zwar lästig, aber für die langfristige Stabilität unerlässlich. Die Konsolidierung im Zoll-Portal ist ein Schritt zur Digitalisierung, erfordert aber Anpassungen von den Unternehmen. Handelsspezialisten raten Firmen dringend, die offiziellen ATLAS-Info-Bulletins der Zollbehörden genau zu verfolgen. Proaktive Maßnahmen wie die frühzeitige Registrierung im Zoll-Portal und Schulungen zum neuen Zugangsweg können Betriebsstörungen minimieren.
Der nächste wichtige Meilenstein ist der 17. März 2026. Danach werden weitere Informationen zur AES-3.0-Umstellung erwartet. Unternehmen sollten ihre Prozesse prüfen, mit Softwareanbietern sprechen und die verlängerte Übergangsphase für Tests und Schulungen nutzen. In einer dynamischen digitalen Zollandschaft sind Information und Vorbereitung der Schlüssel zum reibungslosen Exportgeschäft.


