Atem-Mobilisation, Lunge

Atem-Mobilisation: So schützt du deine Lunge im Winter

01.02.2026 - 02:03:12

Spezielle Techniken zur Brustkorb-Beweglichkeit verbessern die Atmung bei Kälte, stärken das Immunsystem und reduzieren Stress. Ein Orthopäde stellt kostenlose Übungen vor.

Die kalte Jahreszeit belastet unsere Atemwege. Gezielte Übungen können die Lunge schützen und das Wohlbefinden steigern. Die Methode heißt Atem-Mobilisation und zielt auf einen flexiblen Brustkorb ab.

Warum kalte Luft zum Problem wird

Das Einatmen frostiger Luft ist Schwerstarbeit für den Körper. Die Schleimhäute müssen die Luft erwärmen und befeuchten, bevor sie in die Lunge gelangt. Das trocknet sie aus und schwächt die Abwehr. Viren und Bakterien haben so leichtes Spiel. Zudem können sich die Bronchien bei Kälte reflexartig verengen – besonders für Asthmatiker ein Problem.

Mehr als nur tief Luft holen

Atem-Mobilisation ist aktives Training. Es geht darum, die Beweglichkeit des gesamten Brustkorbs zu verbessern. Ein steifer Thorax behindert die Lunge bei der Ausdehnung. Die Übungen mobilisieren das Zwerchfell, die Rippenmuskulatur und die umgebende Rumpfmuskulatur. Das Ergebnis: eine tiefere, effizientere Atmung und eine bessere Belüftung der Lunge.

Anzeige

Atem-Mobilisation und kurze Bewegungssequenzen können Alltagsbeschwerden lindern – besonders wenn Brustkorb und Zwerchfell wieder flexibel werden. Orthopäde Prof. Wessinghage stellt in einem kostenlosen PDF 17 einfache 3‑Minuten‑Übungen vor, die Sie sofort zuhause einbauen können, um Atmung, Haltung und Bewegung zu verbessern. Die Routinen fördern die Sauerstoffaufnahme, reduzieren Verspannungen und lassen sich leicht in den Alltag integrieren. Jetzt kostenlosen 3‑Minuten‑Übungen-Report anfordern

Drei einfache Übungen für den Alltag

Schon wenige Minuten täglich machen einen Unterschied. Diese Techniken empfehlen Physiotherapeuten:

  • Brustkorb-Drehungen: Im Sitzen oder Stehen Arme auf Schulterhöhe ausbreiten. Beim Ausatmen den Oberkörper langsam zu einer Seite drehen, die Hüfte zeigt nach vorne. Mit der Einatmung zur Mitte zurückkehren und zur anderen Seite wiederholen.
  • Flankenatmung: Hände seitlich an die unteren Rippen legen. Beim Einatmen bewusst die Luft in die Flanken lenken, sodass sich der Brustkorb unter den Händen weitet. Beim Ausatmen sinken die Rippen wieder.
  • Armöffnungen: Hände hinter dem Rücken verschränken. Beim Einatmen die Arme leicht anheben und die Schulterblätter zusammenziehen. So dehnst du die Brustmuskulatur.

Die Vorteile gehen über den Atem hinaus

Regelmäßiges Mobilisieren stärkt nicht nur die Lunge. Eine verbesserte Sauerstoffaufnahme steigert die Leistungsfähigkeit und unterstützt das Immunsystem. Die tiefe Zwerchfellatmung aktiviert zudem den Entspannungsnerv und reduziert Stress. Ein beweglicher Brustkorb beugt außerdem Haltungsschäden vor und verbessert die Durchblutung.

Vom Therapie-Tool zur Prävention

Atemtechniken, oft als Breathwork bekannt, liegen im Trend. Aus der Physiotherapie für Lungenerkrankungen wie COPD sind sie heute als präventive Selbstfürsorge für alle angekommen. Experten sehen sie als grundlegende Gesundheits-Säule – neben Ernährung und Bewegung. Für Wintersportler ist die Mobilisation eine ideale Vorbereitung auf die kalte Luft. Ein einfacher Schal vor Mund und Nase hilft zusätzlich, die Atemluft vorzuwärmen.

@ boerse-global.de