Arthrose-Therapie: Das Ziel ist das vergessene Knie
03.02.2026 - 19:08:12Moderne Therapien wollen Kniearthrose-Patienten zu einem Leben ohne ständiges Schmerzbewusstsein verhelfen. Der Schlüssel dazu liegt in einem neuen Fokus auf sensomotorisches und funktionelles Training.
Dieser Ansatz zielt darauf ab, natürliche Bewegungsmuster wiederherzustellen und das Gelenk aus dem schmerzhaften Fokus zu rücken. Das Ideal: ein „Forgotten Knee“, ein im Alltag nicht mehr störend wahrgenommenes Knie.
Passend zum Thema Kniearthrose und sensomotorisches Training: Orthopäde Prof. Dr. med. Wessinghage stellt 17 einfache 3‑Minuten‑Übungen vor, die gezielt Muskulatur aufbauen und die Gelenkstabilität fördern — ideal, um Propriozeption und Alltagsfunktion zu verbessern. Die kurzen Übungen brauchen kein Equipment, lassen sich täglich integrieren und können helfen, Schmerzen und Fehlbelastungen zu reduzieren. Der Report kommt kostenlos per E‑Mail. Jetzt 3‑Minuten‑Übungen sichern
Vom OP-Erfolg zum Therapieziel
Ursprünglich stammt das Konzept aus der Bewertung von Knieprothesen. Ein hoher „Forgotten Joint Score“ bedeutet, dass sich das Implantat natürlich anfühlt. Dieses Ziel überträgt die Medizin nun auf die nicht-operative Behandlung.
Durch gezielte Maßnahmen soll die Gelenkfunktion so verbessert werden, dass Steifheit und Schmerz in den Hintergrund treten. Es geht darum, effiziente Bewegungsabläufe zurückzugewinnen.
Die Tiefensensibilität neu trainieren
Bei Arthrose ist oft die Propriozeption gestört – die Fähigkeit des Körpers, die Gelenkstellung ohne Sichtkontrolle zu spüren. Diese Störung führt zu Unsicherheit und Fehlbelastungen.
Das propriozeptive Training setzt genau hier an:
* Übungen auf instabilen Untergründen wie Wackelbrettern
* Herausforderung des neuromuskulären Systems für schnellere Reaktionen
* Verbesserung von Koordination und Vertrauen in das eigene Knie
Kraft für die echten Belastungen des Alltags
Funktionelles Training stärkt nicht isolierte Muskeln, sondern ganze Muskelketten. Es simuliert alltägliche Bewegungen wie Aufstehen oder Treppensteigen.
Der Vorteil: Es trainiert die Muskulatur so, wie sie im echten Leben gebraucht wird. Eine starke Hüft- und Rumpfmuskulatur kann beispielsweise verhindern, dass das Knie nach innen knickt – eine häufige Fehlbelastung.
Ein Paradigmenwechsel in der Behandlung
Diese Betonung ganzheitlicher Bewegung markiert einen Wandel. Der Blick richtet sich weg vom reinen Knorpelschaden hin zum Gelenk als funktionelle Einheit aus Knochen, Muskeln und Nerven.
Aktuelle Leitlinien sehen Bewegungstherapie als Kernbehandlung. Sie kann Schmerzen lindern, die Funktion verbessern und einen Gelenkersatz verzögern. Das „vergessene Knie“ wird so zu einem realistischen und motivierenden Ziel für Betroffene.
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