Arthrose: Laufen kann Gelenke schützen statt schädigen
04.02.2026 - 03:53:12Laufen trotz Arthrose ist möglich und sogar sinnvoll. Aktuelle Erkenntnisse widerlegen das alte Dogma von der absoluten Schonung. Ein gezieltes, moderates Training kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen und die Freude an der Bewegung erhalten.
Experten betonen: Bewegung ist für die Knorpelernährung essenziell. Der nicht durchblutete Gelenkknorpel ernährt sich aus der Gelenkflüssigkeit, die erst durch Be- und Entlastung produziert wird. Studien deuten darauf hin, dass Freizeitläufer seltener an Arthrose erkranken als inaktive Personen.
Warum Schonung der falsche Weg ist
Das moderne Therapie-Credo bei Arthrose lautet: „Bewegen, bewegen, bewegen“. Bewegungsmangel hat fatale Folgen:
* Der Knorpel wird unzureichend mit Nährstoffen versorgt und verschleißt schneller.
* Die Muskulatur baut ab und kann das Gelenk nicht mehr stabilisieren.
* Fehlbelastungen und Schmerzen nehmen zu.
Ein gezieltes Training stärkt dagegen die Muskulatur, verbessert die Koordination und kann so Schmerzen lindern. Ausdauersport wie Laufen fördert zudem die psychische und kardiovaskuläre Gesundheit.
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So gelingt das gelenkschonende Lauftraining
Für Betroffene ist die richtige Herangehensweise entscheidend. Das Training muss immer im schmerzfreien Bereich bleiben und langsam gesteigert werden.
Ein gründliches Aufwärmen bereitet die Gelenke vor. Die Wahl des Untergrunds ist zentral: Weiche, federnde Böden wie Waldwege reduzieren die Stoßbelastung deutlich gegenüber hartem Asphalt. Auch die richtigen, gut gedämpften Laufschuhe – idealerweise nach einer professionellen Analyse ausgewählt – spielen eine große Rolle.
Krafttraining ist der unverzichtbare Partner
Laufen allein reicht bei Arthrose oft nicht aus. Ein begleitendes Krafttraining ist fundamental, um die gelenkstabilisierende Muskulatur zu stärken. Übungen für Oberschenkel, Hüfte und Rumpf verbessern die Stabilität und können Fehlstellungen ausgleichen.
Zusätzliches neuromotorisches Training schult Gleichgewicht und Koordination. Sportarten wie Yoga, Pilates oder Schwimmen sind ideale Ergänzungen, um beweglich zu bleiben und das Herz-Kreislauf-System zu schonen.
Vom Paradigmenwechsel zur individuellen Therapie
Die wachsende Evidenz für Bewegung markiert einen Wendepunkt in der Arthrose-Behandlung. Moderne medizinische Leitlinien empfehlen gezieltes Eigentraining als zentralen Therapiebaustein.
Doch Vorsicht: Bei starken Schmerzen, Schwellungen oder Überwärmung des Gelenks ist eine Pause nötig. Eine ärztliche Abklärung vor Trainingsbeginn ist für Arthrose-Patienten grundsätzlich ratsam. Die Zukunft liegt in individualisierten Plänen, die auf Bewegungsanalysen und maßgeschneiderten Empfehlungen basieren.
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