Apples Legacy Contact: So sichern Sie Ihr digitales Erbe
30.01.2026 - 17:53:12Während Nutzer ihre iPhones gegen aktuelle Hacker-Angriffe absichern, rückt ein oft übersehenes Apple-Feature in den Fokus: der digitale Erbkontakt. In einer Woche mit dringenden Sicherheitsupdates zeigt sich, dass langfristiger Datenschutz über den Tod hinaus geht. Das Tool ist ein zentraler Baustein moderner Nachlassplanung.
Die Debatte um digitale Sicherheit hat neue Dringlichkeit erhalten. Erst am 29. Januar startete die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation eine Initiative, die Tech-Konzerne wie Apple zu umfassenderer Datenverschlüsselung drängt. Vor diesem Hintergrund ist die Einrichtung eines Legacy Contacts ein proaktiver Schritt für jeden iPhone-Besitzer.
Was ist ein Legacy Contact und warum ist er nötig?
Bei einem Legacy Contact handelt es sich um eine vertrauenswürdige Person, die Sie bevollmächtigen, nach Ihrem Tod auf die Daten Ihres Apple-Kontos zuzugreifen. Vor Einführung dieses Features sahen sich Angehörige oft mit langwierigen Gerichtsverfahren konfrontiert, um an Fotos, Nachrichten oder andere wichtige Informationen zu gelangen. Das Digital Legacy-Programm schafft hier einen sicheren und vereinfachten Prozess.
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Sie können bis zu fünf Erbkontakte benennen. Diese benötigen nicht einmal ein Apple-Gerät. Nach Ihrem Tod und der Vorlage eines speziellen Zugangsschlüssels sowie einer Sterbeurkunde erhält der Kontakt Zugriff auf einen Großteil Ihrer iCloud-Daten. Dazu zählen Fotos, Notizen, E-Mails, Kontakte, Kalender und Dateien in der iCloud Drive. Aus Sicherheitsgründen bleiben jedoch lizenzierte Medienkäufe, Zahlungsinformationen und gespeicherte Passwörter aus der iCloud Keychain gesperrt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So richten Sie es ein
Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten und ist ein entscheidender Schritt, um Ihr digitales Gedächtnis zu bewahren.
Auf iPhone oder iPad:
1. Öffnen Sie die Einstellungen und tippen Sie oben auf Ihren Namen.
2. Wählen Sie „Anmelden & Sicherheit“.
3. Scrollen Sie zu „Legacy Contact“.
4. Tippen Sie auf „Legacy Contact hinzufügen“ und bestätigen Sie mit Face ID, Touch ID oder Ihrer Code.
5. Wählen Sie einen Kontakt aus Ihrem Adressbuch. Bei aktivierter Familienfreigabe werden Familienmitglieder vorgeschlagen.
Anschließend müssen Sie Ihrem Erbkontakt einen automatisch generierten Zugangsschlüssel übermitteln. Dies geht per Nachricht (die automatisch in den Apple-ID-Einstellungen gespeichert wird) oder per Ausdruck. Bewahren Sie den Schlüssel mit Ihren wichtigen Dokumenten auf. Ohne diesen Schlüssel ist kein Zugriff möglich.
Digitale Nachlassplanung: Vom Nischenthema zur Pflicht
Die Notwendigkeit solcher Features spiegelt einen grundlegenden Wandel wider. Im Jahr 2026 ist die Planung des digitalen Erbes keine Randerscheinung mehr, sondern eine essenzielle Praxis. Unser digitaler Fußabdruck umfasst alles – von Bankkonten und Kryptowährungen bis hin zu privaten Fotosammlungen.
Fehlt diese Vorsorge, bedeutet das für Hinterbliebene enormen Stress und Bürokratie. Testamentsvollstrecker könnten ohne klare Anweisungen den Zugang zu Accounts verlieren, was zum dauerhaften Verlust wertvoller Erinnerungen führt. Tools wie Apples Legacy Contact, Googles Inaktiver Kontomanager oder Facebooks Gedächtnis-Seiten werden zum Standard eines umfassenden Testaments. Die Benennung eines digitalen Testamentsvollstreckers und eine Inventarliste aller Online-Konten gelten heute als beste Praxis.
Sicherheit, Privatsphäre und der Zugriffsprozess
Apple hat den Prozess mit hohen Sicherheitsvorkehrungen designed. Um Zugang zu beantragen, muss der Erbkontakt eine spezielle Apple-Webseite aufrufen und sowohl den Zugangsschlüssel als auch die Sterbeurkunde vorlegen. Ein Apple-Team prüft den Antrag sorgfältig, bevor der Zugang freigegeben wird.
Nach der Freigabe wird die originale Apple-ID deaktiviert und die Aktivierungssperre von allen Geräten entfernt. Der Erbkontakt erhält eine spezielle Apple-ID, um die Daten über die iCloud-Webseite oder ein Apple-Gerät einzusehen. Dieser Zugriff ist zeitlich begrenzt: Die Daten stehen ab der ersten Freigabe für drei Jahre zur Verfügung, danach wird der Account endgültig gelöscht.
Ausblick: Die Zukunft des digitalen Erbes
Die Landschaft der digitalen Nachlassplanung wird sich weiterentwickeln, parallel zu unserer zunehmenden Verflechtung mit der Technologie. Dass Tech-Giganten wie Apple solche Features anbieten und verbessern, zeigt eine wachsende Verantwortung gegenüber Nutzern und deren Familien.
Beobachter erwarten künftig noch feinere Kontrollmöglichkeiten. Nutzer könnten vielleicht festlegen, auf welche Datenkategorien ein bestimmter Erbkontakt zugreifen darf. Zudem werden die Sicherheitsprotokolle angesichts des Drucks von Datenschützern auf stärkere Verschlüsselung wohl noch robuster werden. Der Dialog zwischen Tech-Konzernen, Juristen und Nutzern wird entscheidend sein, um digitale Hinterlassenschaften mit derselben Sorgfalt zu regeln wie physisches Vermögen.
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