Apple, Zero-Day-Lücke

Apple schließt kritische Zero-Day-Lücke in allen Betriebssystemen

12.02.2026 - 19:41:12

Apple veröffentlicht dringende Patches für eine schwerwiegende Schwachstelle, die bereits für gezielte Angriffe genutzt wurde. Sicherheitsexperten empfehlen die umgehende Installation der Updates.

Apple veröffentlicht ein außerplanmäßiges Sicherheitsupdate für alle seine Geräte. Die als kritisch eingestufte Schwachstelle wurde bereits für gezielte Angriffe genutzt. Sicherheitsexperten raten zur sofortigen Installation der Patches.

Das Update auf iOS 26.3, iPadOS 26.3 und entsprechende Versionen für macOS, tvOS, watchOS und visionOS behebt einen schwerwiegenden Fehler. Angreifer könnten darüber potenziell die Kontrolle über betroffene Geräte erlangen. Die Bedrohung ist akut: Apple bestätigte Berichte über „äußerst raffinierte Angriffe“ auf eine begrenzte Zahl von Personen.

Was die Schwachstelle so gefährlich macht

Im Kern des Problems steckt die Sicherheitslücke CVE-2026-20700. Sie betrifft den Dynamic Link Editor (dyld), eine fundamentale Komponente von Apples Betriebssystemen. Technisch handelt es sich um einen Fehler in der Speicherverwaltung.

  • Ein Angreifer mit Schreibzugriff auf den Arbeitsspeicher könnte beliebigen Schadcode ausführen.
  • Solche tief im System verankerten Lücken dienen oft als Einfallstor für weitreichendere Attacken.
  • Apple schloss das Loch durch eine „verbesserte Statusverwaltung“, gibt aber keine weiteren Details preis.

Die Entdeckung geht auf die Threat Analysis Group (TAG) von Google zurück, die den Fehler an Apple meldete. Die umgehende Reaktion des Konzerns unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Bedrohung.

Warum Zero-Day-Lücken so begehrt sind

Bei einer Zero-Day-Schwachstelle kennt der Hersteller den Fehler nicht – er hat null Tage Zeit, ihn zu beheben, bevor Angreifer zuschlagen. Solche Lücken sind auf dem Schwarzmarkt extrem wertvoll und werden häufig von staatlichen Akteuren für Spionage genutzt.

In der Vergangenheit ermöglichten ähnliche Fehler die Installation von Spyware wie Pegasus auf Geräten von Journalisten und Aktivisten. Die Software kann dann unbemerkt Nachrichten lesen, Gespräche mithören oder Kamera und Mikrofon aktivieren. Auch wenn die aktuellen Angriffe sehr gezielt waren: Der Fall zeigt, wie verletzlich selbst moderne Systeme sein können.

So schützen Sie Ihre Geräte jetzt

Die wichtigste Maßnahme ist einfach, aber dringend: Installieren Sie die Updates sofort.

  1. Öffnen Sie auf iPhone oder iPad die Einstellungen.
  2. Tippen Sie auf Allgemein > Softwareupdate.
  3. Laden Sie iOS/iPadOS 26.3 herunter und installieren Sie es.
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Das Update steht für eine breite Palette von Geräten bereit, darunter die iPhone-Modelle der Serien 11 bis 16. Aktivieren Sie am besten auch die automatischen Updates, um bei künftigen Sicherheitspatches keine Verzögerung zu riskieren.

Der Vorfall ist eine weitere Mahnung im fortwährenden Wettrüsten zwischen Herstellern und Angreifern. Die schnelle Meldung durch Googles Forscher und Apples Reaktion konnten den Schaden begrenzen. Doch der wachsame Nutzer, der regelmäßig updates und mit gesundem Misstrauen im Netz unterwegs ist, bleibt die wichtigste Verteidigungslinie.

@ boerse-global.de

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