Apple schickt Einkäufer nach Südkorea in Chip-Krise
23.01.2026 - 15:39:12Apple kämpft um die Versorgung seiner iPhones. Weil die KI-Industrie den Speicherchip-Markt leer kauft, hat der Konzern Einkaufsteams zu langfristigen Verhandlungen nach Südkorea entsandt. Es geht um die Zukunft der wichtigsten Produkte.
Die Teams verhandeln in Hwaseong direkt mit den Speichergiganten Samsung und SK Hynix. Ziel sind mehrjährige Lieferverträge für den essenziellen LPDDR5X-Arbeitsspeicher. Der Preis für ein 12-GB-Modul ist für Apple seit Anfang 2025 um 230 Prozent auf rund 70 US-Dollar gestiegen. Kurzfristige Quartalsverträge will der iPhone-Hersteller nun hinter sich lassen.
Die Preisexplosion hat eine klare Ursache: Die Chip-Hersteller konzentrieren sich auf lukrativeres High-Bandwidth-Memory (HBM) für KI-Rechenzentren. Für Google, Microsoft und OpenAI bauen sie Infrastruktur, die 2026 bis zu 70 Prozent der gesamten Speicherproduktion schlucken könnte. Der normale DRAM für Smartphones und PCs wird knapp.
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„Das ist ein Wendepunkt“, analysiert ein Branchenkenner. „Die Prioritäten der KI-Industrie verändern jetzt direkt den Konsumentenmarkt.“ Apple muss seine enorme Marktmacht neu beweisen, denn einige langfristige Verträge laufen Anfang 2026 aus.
Alle Tech-Riesen stehen Schlange
Apple ist nicht allein. Auch Einkäufer von Dell, Google und Amazon sind vor Ort und buhlen um Chips. Die Nachfrage gibt den Herstellern die Macht: Samsung und SK Hynix zögern, langfristige Verträge zu unterzeichnen. Sie profitieren lieber von den steigenden Spotmarkt-Preisen. Sogar Samsungs eigener Mobilfunk-Sparte wurden die DRAM-Preise um 60 bis 70 Prozent erhöht.
Was bedeutet das für Verbraucher? Die Hersteller stehen vor einer schwierigen Entscheidung: Die hohen Kosten schlucken und die Marge drücken – oder die Preise erhöhen. Analysten halten Preiserhöhungen für Smartphones und PCs für fast unvermeidbar. Das könnte den ohnehin stagnierenden Smartphone-Markt 2026 sogar schrumpfen lassen.
Keine schnelle Entspannung in Sicht
Experten rechnen nicht mit einer baldigen Besserung. Die Knappheit könnte bis 2027 oder 2028 andauern. Weitere Preisanstiege werden für das erste Quartal 2026 erwartet.
Die Verhandlungen in Südkorea sind damit strategisch entscheidend für Apples Produkt-Roadmap. Ein gesicherter Speicher-Nachschub bestimmt, wie bezahlbar Technologie in den kommenden Jahren bleibt. Der Erfolg der Teams in Hwaseong wird sich weltweit in den Verkaufspreisen widerspiegeln.
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