Apple, KI-Startup

Apple kauft KI-Startup Q.ai für bis zu zwei Milliarden

01.02.2026 - 16:42:12

Apple sichert sich mit der milliardenschweren Übernahme von Q.ai wegweisende Audio-KI-Technologien, um Siri und die Sprachinteraktion mit seinen Geräten grundlegend zu verbessern.

Apple investiert massiv in die Zukunft der Audio-KI. Der Tech-Riese übernimmt das israelische Startup Q.ai für bis zu zwei Milliarden US-Dollar. Das Ziel: Siri revolutionieren und die Audio-Interaktion mit allen Geräten neu erfinden.

Die Transaktion ist eine der größten in der Unternehmensgeschichte des iPhone-Herstellers. Rund 100 hochspezialisierte KI-Experten von Q.ai wechseln in Apples Hardware-Technologiesparte. Sie sollen die Entwicklung von Prozessoren und Sensoren vorantreiben.

Was Q.ai wirklich kann

Das 2022 gegründete Startup hat bahnbrechende Algorithmen entwickelt. Die Technologie kann Sprache selbst bei extrem leiser Lautstärke – etwa Flüstern – präzise erkennen. Das könnte die Nutzung von Siri in Bibliotheken, Meetings oder öffentlichen Räumen völlig verändern.

Noch futuristischer ist ein Patent für „stille Sprache“. Dieses System liest minimale, unsichtbare Muskelbewegungen im Gesicht, um gesprochene Worte zu interpretieren – ganz ohne Ton. Dieselbe Technik könnte Emotionen analysieren oder biometrische Daten wie den Herzschlag erfassen.

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Der große Siri-Reset

Die Übernahme ist ein klarer Schachzug gegen die Schwächen von Apples Sprachassistentin. Siri hat in den letzten Jahren im Vergleich zu Google Assistant und anderen KI-Angeboten an Boden verloren. Die neue Technologie soll Sprache in lauter Umgebung und bei undeutlicher Aussprache deutlich besser verstehen.

Ein Schlüsselkonzept ist „On-Device AI“. Die KI-Berechnungen finden direkt auf dem iPhone oder den AirPods statt. Das erhöht nicht nur die Geschwindigkeit, sondern schützt auch die Privatsphäre der Nutzer, da Daten nicht in die Cloud übertragen werden müssen.

Ein altbekanntes Team für Apple

Die Führung von Q.ai ist Apple bestens vertraut. CEO Aviad Maizels gründete einst PrimeSense, das Apple 2013 übernahm. Dessen 3D-Sensor-Technologie wurde zur Grundlage für Face ID. Diese wiederholte Zusammenarbeit zeigt das Vertrauen in das Team.

Was Nutzer erwarten können

Wann genau die neuen Funktionen kommen, ist unklar. Doch die potenziellen Anwendungen sind vielfältig:

  • iPhone: Nahezu perfekte Anrufqualität mit Eliminierung von Hintergrundlärm. Kristallklarer Ton bei Videoaufnahmen.
  • Siri: Zuverlässigere Befehlsausführung, Steuerung per Flüstern oder sogar lautlos über Gesichtsbewegungen.
  • AirPods: Adaptive Gesprächsverstärkung, die Stimmen in lauter Umgebung intelligent hervorhebt.

Die Übernahme sichert Apple wertvolles geistiges Eigentum für die nächste Generation der Mensch-Maschine-Interaktion.

Ein strategischer Preisschild

Mit bis zu zwei Milliarden Dollar ist dies der zweitteuerste Zukauf nach Beats Electronics (2014, drei Milliarden). Der hohe Preis unterstreicht, wie wichtig fortschrittliche KI für die Zukunft des Konzerns ist.

Traditionell entwickelt Apple Technologien lieber im eigenen Haus. Dieser Deal zeigt eine neue Aggressivität, um technologische Lücken schnell zu schließen. In einem Markt, in dem sprachgesteuerte Interaktion zum Standard wird, ist eine intelligente Audio-Erfahrung ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Die ersten Früchte der Übernahme werden frühestens in ein bis zwei Jahren in iPhones oder größeren iOS-Updates sichtbar. Langfristig könnte Apple so Geräte entwickeln, die ihre Nutzer und deren Absichten auf eine heute noch futuristische Weise verstehen.

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