Apple, Rekordquartal

Apple: iPhone 17 treibt Rekordquartal, iPhone Air floppt

28.01.2026 - 19:42:12

Apple steht vor einem Rekordquartal, doch der Erfolg hat einen Schönheitsfehler. Während die Modelle der iPhone 17-Serie die Verkaufszahlen in die Höhe treiben, bleibt das hochgelobte Leichtbau-Modell iPhone Air deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Bilanz am Donnerstag wird auch zeigen, ob das Comeback auf dem chinesischen Markt trägt und wie Apple seine KI-Strategie erklärt.

Die Zahlen sind ernüchternd für Apples Experiment. Laut Marktforscher CIRP machte das ultradünne iPhone Air im vergangenen Quartal nur 6 % der US-Verkäufe aus. Das Gerät, das die Lücke zwischen Standard- und Pro-Modellen schließen sollte, fand kaum Abnehmer. Analysten zufolge waren die Kompromisse bei Akkulaufzeit und Kamera zugunsten der schlanken Bauform für Kunden nicht attraktiv genug.

Der wahre Star der Saison war hingegen das Basismodell iPhone 17. Sein Anteil stieg auf 22 % der Verkäufe. Der Grund: Apple stattete es großzügig aus. Ein 120-Hz-Display und eine 48-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera – früher Pro-Exklusivfeatures – sind nun auch im Einstiegsmodell zu finden. Zum unveränderten Preis von 799 US-Dollar löste dies eine deutliche Upgrade-Welle bei Nutzern älterer Geräte aus.

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Die Spitzenmodelle behaupten weiter ihre Dominanz. Das iPhone 17 Pro (25 %) und Pro Max (27 %) führen die Verkaufsstatistik an. Gemeinsam mit dem Basismodell bilden sie das Rückgrat eines Quartals, für das FactSet einen Umsatz von rund 138,4 Milliarden US-Dollar erwartet.

Finanzen: Rekordumsatz trotz Aktien-Delle

Die Erwartungen an die Bilanz am 29. Januar sind hoch. Analysten prognostizieren einen Quartalsumsatz von 138,39 Milliarden US-Dollar, ein deutlicher Sprung gegenüber 124,3 Milliarden im Vorjahresquartal. Der Gewinn je Aktie (EPS) soll auf etwa 2,67 US-Dollar steigen.

Die Investmentbank Wedbush rechnet damit, dass Apple die iPhone-Prognosen übertrifft. Ein Grund sei die „deutliche Erholung“ auf dem chinesischen Markt. Zudem schlummere ein riesiges Nachholbedarf: Von weltweit 1,5 Milliarden aktiven iPhones seien etwa 315 Millionen vier Jahre oder älter.

Trotz der positiven Geschäftsaussichten verlor die Apple-Aktie zuletzt etwa 5,2 % an Wert. Grund sind Branchenrotationen und Unsicherheiten über steigende Speicherchip-Preise, die später im Jahr die Margen unter Druck bringen könnten.

Die KI-Frage: Wann kommt der neue Siri?

Neben den Hardware-Zahlen wird die KI-Strategie im Mittelpunkt der Analysten-Anrufe stehen. Nachdem Apple angekündigt hat, Googles Gemini-Modell für eine neue Siri-Generation zu nutzen, erwarten Investoren konkrete Zeitpläne. Die Integration von KI in die wachsende Services-Sparte ist für viele Anleger der Schlüsselfaktor für die künftige Bewertung.

Die Partnerschaft mit Google gilt als pragmatischer Schritt, um eigene Verzögerungen aufzuholen. Die große Herausforderung wird sein, die KI-Funktionen auf zwei Milliarden Geräten zu rollen, ohne das hohe Datenschutzversprechen des Unternehmens zu brechen. Erklärungen von CEO Tim Cook dazu werden mit Spannung erwartet.

Was bedeutet der Air-Flop für die Zukunft?

Das schwache Abschneiden des iPhone Air wirft Fragen zur Produktstrategie für 2026/27 auf. Das Leichtbau-Konzept galt als Testballon für künftige Falt-Handys. Sein Flop könnte die Pläne für experimentellere Designs nun verzögern.

Gerüchte aus der Lieferkette deuten sogar an, dass Apple den Launch des iPhone 18 anpassen könnte. Möglicherweise werden spezielle Modelle verschoben, um die hohe Qualität der erfolgreichen Pro-Serie nicht zu gefährden.

Für den Moment aber hat Apple die Weihnachtsgeschäfte erfolgreich gemeistert. Die Strategie ging auf: Ein überzeugendes Basismodell für Preissensible und eine leistungsstarke Pro-Linie für Enthusiasten. Der Ausrutscher mit dem iPhone Air wurde so mehr als ausgeglichen. Die Botschaft ist klar: Der Erfolg des iPhones basiert nicht auf radikal neuen Formen, sondern auf der beharrlichen Verfeinerung des Klassikers.

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