App-Markt, Nicht-Spiele

App-Markt: Nicht-Spiele überholen Mobile Games erstmals

21.01.2026 - 13:13:12

Produktivitäts- und Unterhaltungsanwendungen erzielten 2025 höhere Einnahmen als Spiele. KI-Tools und Abonnements treiben den historischen Wandel im App-Markt voran.

Der globale App-Markt hat eine historische Wende vollzogen. Erstmals erwirtschafteten Nicht-Spiele-Apps mehr Umsatz als Mobile Games. Das zeigt der aktuelle Branchenreport State of Mobile 2026.

KI und Abos als Wachstumstreiber

Die Zahlen sind eindeutig: Im Jahr 2025 generierten Produktivitäts-, Unterhaltungs- und Lifestyle-Apps weltweit etwa 85 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 21 Prozent im Jahresvergleich. Der Umsatz mit Mobile Games stagnierte dagegen bei rund 80 Milliarden Euro. Verantwortlich für den Umsatzsprung sind vor allem zwei Faktoren: der Durchbruch generativer KI und die Dominanz des Abonnement-Modells.

KI-gestützte Anwendungen verzeichneten im vergangenen Jahr ein Download-Wachstum von fast 278 Prozent. Tools wie ChatGPT gehörten zu den umsatzstärksten Apps weltweit. Gleichzeitig hat sich das Abo-Modell zum Standard in allen Nicht-Spiele-Kategorien entwickelt. Plattformen wie YouTube, Disney+ oder Tinder schaffen damit stabile, wiederkehrende Einnahmequellen – ein klarer Vorteil gegenüber der oft unberechenbaren „Hit-or-Miss“-Logik der Spielebranche.

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Ende der Gaming-Ära am Smartphone?

Die Daten markieren das definitive Ende der Gaming-Dominanz. Noch 2020 erzielten Spiele fast das 2,5-fache des Umsatzes anderer Apps. Doch die Dynamik hat sich umgekehrt. Der Gesamtmarkt für In-App-Käufe wuchs 2025 auf 167 Milliarden Euro – angetrieben vor allem von den Nicht-Spielen.

„Die Branche beobachtet seit Jahren ein stetiges Wachstum außerhalb der Gaming-Kategorie“, kommentiert Sensor-Tower-Chef Oliver Yeh den Trend. Die Einführung kostenpflichtiger Premium-Erlebnisse in Bereichen wie Unterhaltung oder Produktivität habe den Markt für Monetarisierungsmodelle bereitet, die nicht auf virtuellen Gütern basieren.

Spielebranche reift – Konkurrenz wächst

Bedeutet das den Niedergang der Mobile Games? Keineswegs. Der Sektor bleibt ein profitabler Milliardenmarkt, der sich nun konsolidiert. Nach einem Rückgang der Nutzerakquisitionsausgaben in den Vorjahren stabilisierte sich die Branche 2025 mit einem leichten einstelligen Wachstum.

Die Herausforderung für Spieleentwickler ist jedoch größer geworden. Sie konkurrieren nicht mehr nur mit anderen Spielen, sondern mit Social-Media-Apps und Kurzvideos, die die Bildschirmzeit dominieren. Allein soziale Medien beanspruchten 2025 fast 2,5 Billionen Stunden Nutzerzeit – weit mehr als jede andere Kategorie.

Smartphone wird zum unverzichtbaren Lebenswerkzeug

Der Umsatzumschwung spiegelt einen grundlegenden Wandel wider: Das Smartphone wandelt sich vom Entertainment-Konsolen zum essenziellen Lebenswerkzeug. Nutzer sind zunehmend bereit, für Dienste zu zahlen, die ihren Alltag verbessern – ob Dating-Apps, Streaming oder KI-Assistenten für die Arbeit.

Diese Verschiebung wird strategische Anpassungen bei Entwicklern und Investoren erzwingen. Risikokapital, das in den späten 2010er Jahren noch stark auf Gaming-Studios setzte, dürfte weiter in Richtung KI- und Nutzen-orientierte Start-ups fließen. Die erfolgreichen Hybrid-Modelle der Nicht-Spiele-Apps – eine kostenlose Basisversion plus Premium-Abo – liefern zudem eine Blaupause für künftiges Wachstum.

Die Prognosen deuten darauf hin, dass sich die Schere 2026 weiter öffnen wird. Während die Produktivitäts-Kategorie durch immer ausgefeiltere KI-Tools ein weiteres zweistelliges Wachstumsjahr erleben könnte, wird sich die Gaming-Branche darauf konzentrieren, Stammspieler zu halten und mit neuen Formaten frischen Schwung zu generieren. Die Ära, in der die Tools für Arbeit und Alltag mehr wert sind als die Spiele zur Unterhaltung, hat begonnen.

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