AOK, Faschings-Betrug

AOK warnt vor Faschings-Betrug mit Gesundheitsdaten

10.02.2026 - 05:03:12

Kriminelle nutzen die Faschingszeit für gefälschte Rückerstattungsmails und Gesundheitskarten-Aufforderungen. Experten raten zu erhöhter Wachsamkeit und geben konkrete Schutzmaßnahmen.

Cyberkriminelle nutzen die ausgelassene Faschingszeit für gezielte Phishing-Angriffe auf Versicherte. Die AOK und Verbraucherschützer warnen aktuell vor einer Welle betrügerischer E-Mails, SMS und Anrufe, die auf sensible Daten abzielen.

Gefälschte Rückerstattungen und Gesundheitskarten

Die Betrüger setzen auf raffinierte Maschen, die Vertrauen erschleichen sollen. Besonders verbreitet sind Phishing-E-Mails mit der Aussicht auf hohe Rückerstattungen von mehreren hundert Euro. Die Links in diesen Nachrichten führen auf täuschend echte, gefälschte AOK-Webseiten.

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Eine weitere Masche sind Druckmails, die zur Beantragung einer neuen Gesundheitskarte auffordern. Hier wird behauptet, die alte Karte sei ungültig und Leistungen würden nicht mehr übernommen. Die AOK stellt klar: Sie fordert Versicherte niemals per E-Mail zu solchen Updates auf.

Warum Gesundheitsdaten so wertvoll sind

Für Kriminelle sind Gesundheitsinformationen ein lukratives Ziel. Die Daten eignen sich für Identitätsdiebstahl, Erpressung oder den Handel im Darknet. Die Angriffe zielen häufig auf Zugangsdaten für Online-Portale wie „Meine AOK“ oder direkt auf Bankverbindungen ab.

Die Täter nutzen psychologische Tricks:
* Sie bauen Zeitdruck auf („Anspruch verfällt bald“).
* Sie gestalten Nachrichten und Webseiten immer professioneller.
* Sie nutzen gefälschte Absenderadressen wie „aok-krankenversicherung.com“.

So schützen Sie sich vor den Betrugsversuchen

AOK und Verbraucherzentralen raten zu diesen einfachen, aber wirksamen Regeln:
* Nie auf Links in unerwarteten Nachrichten klicken.
* Sensible Daten wie Passwörter oder PINs niemals per E-Mail oder SMS preisgeben.
* Absenderadressen immer kritisch prüfen – die echte AOK nutzt primär „aok.de“.
* Bei Unsicherheit die Nachricht ignorieren und direkt die Krankenkasse über die offizielle Website oder bekannte Telefonnummer kontaktieren.
* Die Webadresse der Kasse stets manuell im Browser eingeben, nicht über Suchmaschinen.

Sollten Sie bereits auf einen Link geklickt oder Daten eingegeben haben, informieren Sie umgehend Ihre Krankenkasse und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Smishing und KI: Die nächste Betrugswelle?

Experten erwarten, dass die Angriffe weiter zunehmen. Besonders Smishing – Phishing per SMS – wird zur größeren Gefahr, da Menschen Textnachrichten oft mehr vertrauen als E-Mails. Künftig könnte auch Künstliche Intelligenz helfen, täuschend echte und massenhaft personalisierte Betrugsnachrichten zu erstellen. Dauerhafte Wachsamkeit bleibt daher unerlässlich.

@ boerse-global.de