Anthropics, Claude

Anthropics Claude wird zur zentralen Schaltstelle für die Arbeit

29.01.2026 - 22:24:12

Der KI-Assistent Claude integriert interaktive Oberflächen von Tools wie Slack und Asana direkt in den Chat und wandelt sich so zur zentralen Schnittstelle für digitale Workflows.

Anthropics KI-Assistent Claude integriert jetzt interaktive Tools aus Software wie Slack und Asana direkt in den Chat. Das verwandelt die KI von einem Gesprächspartner in eine zentrale Produktivitätsplattform und stellt den Nutzer in den Mittelpunkt jedes Arbeitsschritts.

Die neue Funktion „interaktive Apps“ ist ab sofort für Abonnenten der Pro-, Max-, Team- und Enterprise-Plänen auf Web- und Desktop-Plattformen verfügbar. Nutzer können Claude nicht mehr nur bitten, Aufgaben in anderen Programmen zu erledigen. Stattdessen sehen, bearbeiten und kollaborieren sie jetzt in Echtzeit an den Ergebnissen dieser Tools – und das alles innerhalb eines einzigen Chat-Fensters. Dieser Schritt markiert einen Wendepunkt: Der KI-Assistent wird zur primären Schnittstelle, um komplexe digitale Arbeit zu orchestrieren.

Vom Chat zum interaktiven Arbeits-Hub

Das Herzstück des Updates ist die Einbettung lebender Benutzeroberflächen. Bittet ein Nutzer Claude, einen Projektzeitplan in Asana zu erstellen, erscheint die Timeline sofort visualisiert im Chat und kann dort angepasst werden. Ein für Slack verfasster Nachrichtenentwurf wird als vollständig formatiertes Preview angezeigt, bereit zum sofortigen Versand.

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Diese tiefe Integration soll die Reibungsverluste im digitalen Arbeitsalltag reduzieren. Die ersten Partner der Launch-Phase decken ein breites Spektrum ab: Von Dokumentensuche in Box über Präsentationsdesign in Canva und Flowchart-Erstellung in Figma bis hin zu Analysediagrammen mit Amplitude. Ein kreatives Team kann so von einer einzigen Claude-Konversation aus brainstormen, Aufgaben verteilen, visuelle Decks bauen und Statusupdates versenden.

Die Technologie: Ein offener Standard für Interaktion

Die neue Fähigkeit basiert auf einer Erweiterung des quelloffenen Model Context Protocol (MCP), genannt „MCP Apps“. Dieser Standard, den Anthropic 2024 einführte, ermöglicht sichere Verbindungen zwischen KI-Modellen und externen Tools. Die Erweiterung erlaubt es nun, interaktive UI-Komponenten direkt in das Chat-Fenster zu liefern.

Der Ansatz über einen offenen Standard zeigt eine weitreichende Vision: Die Technologie soll nicht nur Claude, sondern jedes unterstützende KI-Produkt befähigen, Tools auf diese interaktive Weise zu integrieren. Das Protokoll stellt sicher, dass Datenzugriffe und Berechtigungen – etwa für Plattformen wie Slack – klar definiert und abgesichert bleiben.

Fokus auf Unternehmen und kommende Integrationen

Die Auswahl der Launch-Partner unterstreicht den Fokus auf professionelle Workflows. Unterstützt werden unter anderem Asana, monday.com, Figma, Slack und Hex. In Kürze soll eine Integration mit Salesforce über dessen Agentforce-360-Plattform folgen. Sie würde Claude Zugriff auf umfangreiche Kundendaten verschaffen und komplexere Aufgaben ermöglichen.

Wettbewerbslandschaft: Transparenz als Trumpfkarte

Die Entwicklung verschärft den Wettbewerb mit Konkurrenten wie OpenAI und Google. Während OpenAI einen App-Store für KI-Chatbots betreibt und Google Gemini tief in seine Workspace-Suite einbettet, setzt Claude auf ein anderes Nutzererlebnis. Analysten sehen den entscheidenden Unterschied in der tiefen Integration lebender, editierbarer Oberflächen direkt im Chat. Das mache Workflows transparenter und kollaborativer, als wenn eine KI nur im Hintergrund Tools bedient.

Experten bewerten den Schritt als wesentlich für die Akzeptanz sogenannter agentischer KI-Systeme in Unternehmen. Indem Nutzer sehen und direkt eingreifen können, was die KI tut, sinken die Hemmschwellen. Der Assistent wandelt sich vom informierenden Sidekick zur zentralen Plattform, auf der Arbeit tatsächlich stattfindet.

Ausblick: KI als neues Betriebssystem der Wissensarbeit

Der Launch der interaktiven Apps zeigt die Richtung der Branche: ein KI-zentriertes Computermodell. Claude und seine Konkurrenten wollen zum de-facto-Betriebssystem für Wissensarbeit werden, das Aufgaben über das gesamte Software-Ökosystem hinweg orchestriert.

Für Unternehmen und Teams könnten sich erhebliche Effizienzgewinne ergeben, indem manuelle Koordination und Kontextwechsel reduziert werden. Die Vision ist klar: Komplexe Projekte werden künftig über eine einzige, konversationelle Schnittstelle gemanagt. Die Grenze zwischen dem KI-Assistenten und den Anwendungen, die er steuert, wird zunehmend verschwimmen.

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