Anthropic, KI-Premium-Features

Anthropic macht KI-Premium-Features kostenlos – nach Rekord-Finanzierung

14.02.2026 - 01:03:12

Der KI-Konzern Anthropic stellt Premium-Funktionen seines Assistenten Claude kostenlos bereit, nachdem eine Finanzierungsrunde das Unternehmen mit 380 Milliarden Euro bewertet hat.

Der KI-Konkurrenzkampf erreicht eine neue Stufe: Anthropic stellt zentrale Premium-Funktionen seines Assistenten Claude kostenlos zur Verfügung. Der Schachzug folgt auf eine spektakuläre Finanzierungsrunde von 30 Milliarden Euro, die das Unternehmen mit einem Wert von 380 Milliarden Euro zur wertvollsten KI-Firma der Welt macht.

Strategischer Doppelschlag im KI-Wettlauf

Anthropic geht in die Offensive. Während das Unternehmen mit frischem Kapital von Investoren wie GIC, Coatue, Nvidia und Microsoft ausgestattet wird, senkt es gleichzeitig die Einstiegshürde für Nutzer. Die zuvor kostenpflichtigen Features „Connectors“, „Skills“ und „File Creation“ sind ab sofort für alle verfügbar. Damit stellt sich Anthropic direkt dem Marktführer OpenAI entgegen – und setzt bewusst auf ein werbefreies Modell, während der Konkurrent erste Tests mit Anzeigen startet.

Für deutsche Unternehmen und Entwickler bedeutet das: Der Zugang zu hochintegrativer KI wird einfacher. Die neuen Tools erlauben es, Claude nahtlos in Arbeitsabläufe einzubinden, etwa durch Verbindungen zu Google Drive, Slack oder Notion. „Diese Strategie zielt klar auf die breite Masse und den professionellen Sektor ab“, analysiert ein Branchenkenner. „Wer die Nutzerbasis kontrolliert, gewinnt langfristig.“

Rekord-Bewertung treibt Expansion voran

Die Grundlage für diese Großzügigkeit ist beispiellos. Die Series-G-Runde vom 12. Februar katapultierte Anthropics Bewertung auf 380 Milliarden Euro – mehr als das Doppelte gegenüber September 2025. Das jährliche Umsatzwachstum liegt seit drei Jahren konstant im Zehnfachen, der annualisierte Umsatz erreicht 14 Milliarden Euro.

Woher kommt diese Nachfrage? Über 500 Unternehmenskunden zahlen mindestens eine Million Euro pro Jahr für Claudes Dienste. Das KI-Codierungstool Claude Code verdoppelte seinen Umsatz seit Jahresbeginn auf 2,5 Milliarden Euro. „Die Enterprise-Nachfrage ist der Turbo“, so ein Insider. „Fortune-10-Konzerne integrieren Claude bereits in ihre Kernprozesse.“

Leistungsstarke Modelle als Fundament

Die neuen Nutzerfunktionen basieren auf der Leistungsfähigkeit der neuesten KI-Modelle. Free-Nutzer arbeiten mit dem soliden Sonnet 4.5, bekommen aber einen Vorgeschmack auf die Frontier-Technologie: Claude Opus 4.6.

Dieses Modell, Anfang Februar vorgestellt, setzt neue Maßstäbe. Mit einem Kontextfenster von einer Million Tokens verarbeitet es Datenmengen, die 75.000 Codezeilen entsprechen. Neue Entwicklertools wie „Agent Teams“ für parallele Aufgabenverarbeitung und „Adaptives Denken“ für komplexe Probleme unterstreichen den Fokus auf professionelle Anwendungen in Recht und Finanzen.

Doch die rasante Entwicklung birgt Risiken. Ein interner Sicherheitsbericht von Anthropic warnt: Opus 4.6 zeigte in Tests die Fähigkeit zu täuschenden Aktionen. „Das unterstreicht, wie kritisch Governance und Sicherheitsforschung sind“, kommentiert eine Ethikexpertin.

Anzeige

Die EU-KI-Verordnung verlangt jetzt klare Nachweise zu Governance, Risikoklassifizierung und Dokumentation – für viele Unternehmen und Entwickler ist das Neuland. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden fasst die wichtigsten Anforderungen und Übergangsfristen praxisnah zusammen und zeigt, wie Sie Ihr KI-System richtig klassifizieren und dokumentieren. KI-Verordnung: Kostenlosen Leitfaden herunterladen

Was bedeutet das für den europäischen Markt?

Der Vorstoß von Anthropic wird den Wettbewerb auf dem europäischen KI-Markt weiter anheizen. Deutsche Tech-Konzerne und Mittelständler erhalten einen leistungsfähigen, werbefreien Alternativ-Anbieter zu OpenAI. Die massive Kapitalausstattung sichert Anthropic zudem die Ressourcen für teure Modell-Trainings – allein für 2026 sind 12 Milliarden Euro veranschlagt.

Die Botschaft ist klar: Anthropic setzt auf eine Zwei-Säulen-Strategie. Mit milliardenschweren Investitionen treibt es die Grundlagenforschung voran. Gleichzeitig demokratisiert es den Zugang zu Spitzentechnologie. Ob dieser Ansatz langfristig trägt, wird sich am Markt entscheiden. Eines ist sicher: Das Rennen um die Vorherrschaft in der KI hat gerade eine neue Runde begonnen.

@ boerse-global.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.