Ant Group stellt komplette KI-Robotik-Suite als Open Source bereit
29.01.2026 - 04:40:12Ant Group hat mit LingBot-World eine hochwertige Simulationsumgebung für Roboter-KI veröffentlicht. Damit komplettiert der chinesische Fintech-Riese eine komplette Open-Source-Toolkit für die Entwicklung physischer KI-Systeme – ein strategischer Schachzug im globalen Wettlauf um die Vorherrschaft in der Robotik.
Die Veröffentlichung bildet den Abschluss der von Ant ausgerufenen „Evolution of Embodied AI Week“. Innerhalb weniger Tage stellte die Roboter-Tochter Robbyant drei zentrale Komponenten kostenfrei zur Verfügung: ein räumliches Wahrnehmungsmodell, einen universellen Aktionsmodell und nun die dynamische Trainingsumgebung LingBot-World. Diese Trilogie deckt die gesamte Entwicklungskette ab – von der Sensorik über die Steuerung bis zum digitalen Übungsfeld.
Die komplette Werkzeugkiste für Roboter-Entwickler
LingBot-World funktioniert als generative Umgebung, die realistische digitale Zwillinge für das Training von KI-Agenten erzeugt. Entwickler erhalten damit eine hochwertige, in Echtzeit steuerbare Plattform, die vergleichbare Leistung wie führende Modelle etwa von Google bietet. Der Clou: Roboter können komplexe Szenarien millionenfach in der Simulation durchspielen – sicher, skalierbar und kostengünstig.
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„Dies ist ein Game-Changer für die gesamte Branche“, erklärt ein Brancheninsider. „Bisher waren solche Trainingsumgebungen oft proprietär und teuer. Jetzt hat jeder Entwickler Zugang zu Industriestandard-Technologie.“
Drei Veröffentlichungen, ein klares Ziel
Die Strategie hinter den koordinierten Veröffentlichungen wird deutlich:
Am 27. Januar startete Robbyant mit LingBot-Depth, einem Präzisionsmodell für räumliche Wahrnehmung. Es dient als „Augen“ für Roboter und erkennt selbst transparente oder reflektierende Oberflächen zuverlässig.
Nur einen Tag später folgte LingBot-VLA, ein „universelles Gehirn“ für Roboter. Das Modell versteht Sprachbefehle und kann Aktionen auf verschiedenster Hardware ausführen – von Greifarmen bis zu humanoiden Robotern. Mit über 20.000 Trainingsstunden aus realen Interaktionen übertrifft es vergleichbare Frameworks in der Geschwindigkeit um das 1,5- bis 2,8-fache.
Mit LingBot-World als digitalem „Universum“ ist der Kreislauf nun geschlossen. Entwickler können ihre Systeme end-to-end trainieren und testen, ohne auf teure proprietäre Lösungen angewiesen zu sein.
Offene Ökosysteme als Wettbewerbsvorteil
Ant Groups Schritt folgt einem klaren Muster: Statt Technologie hinter verschlossenen Türen zu entwickeln, setzt das Unternehmen auf offene Ökosysteme. Die LingBot-Suite ist Teil der übergreifenden „InclusionAI“-Initiative, die eine breite Zusammenarbeit bei der Erforschung künstlicher allgemeiner Intelligenz (AGI) fördern soll.
Dabei zielt Ant bewusst auf den kommerziellen Einsatz. Die bereitgestellten Tools umfassen bereits Datenverarbeitung, Feinabstimmung und Evaluierung – alles, was für den Produktiveinsatz nötig ist. Könnte dieser Ansatz die Entwicklungskosten für Robotik-Systeme dramatisch senken? Die bisherigen Leistungsdaten legen dies nahe.
Was bedeutet das für den globalen Markt?
Die koordinierte Veröffentlichung positioniert Ant Group als zentralen Enabler im wachsenden Markt für humanoide Roboter und physische KI. Während westliche Unternehmen wie Tesla oder Boston Dynamics oft auf geschlossene Systeme setzen, geht der chinesische Konzern den entgegengesetzten Weg.
Die Folgen könnten weitreichend sein: Von Logistik und Fertigung über Gesundheitswesen bis zur persönlichen Assistenz – plötzlich haben Entwickler weltweit Zugang zu Werkzeugen, die bisher nur Großkonzernen vorbehalten waren. Besonders kritische Anwendungen wie autonomes Fahren oder chirurgische Eingriffe profitieren von sicheren Trainingsumgebungen wie LingBot-World.
Die Botschaft ist klar: Der Wettlauf um die intelligentesten physischen KI-Agenten hat eine neue Dynamik gewonnen. Und diesmal treibt nicht proprietäre Abschottung, sondern offene Kollaboration den Fortschritt voran.
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