Anlagebetrüger kapern Smartphones per Fernzugriff
30.01.2026 - 21:24:12Eine neue Betrugswelle mit Fernwartungssoftware rollt durch Deutschland und Österreich. Kriminelle erschleichen sich Zugriff auf Smartphones und Computer und plündern Konten. Aktuelle Polizeimeldungen unterstreichen die Dringlichkeit der Warnungen.
Die Täter geben sich als seriöse Anlageberater oder Support-Mitarbeiter aus. Ihr Ziel: das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen und eine Fernzugriffs-App wie AnyDesk oder TeamViewer auf dem Gerät zu installieren. Ist die Software einmal aktiv, haben sie freie Bahn.
Passend zum Thema Social Engineering: Viele Angriffe beginnen mit scheinbar harmlosen Anrufen oder Anzeigen und enden mit leeren Konten. Das kostenlose Anti-Phishing-Paket liefert eine praktische 4‑Schritte-Anleitung, erklärt typische Psychotricks wie falsche Support‑Mitarbeiter und CEO‑Fraud und zeigt, welche Fragen Sie am Telefon stellen müssen. Inklusive Checkliste für verdächtige Installationsaufforderungen und konkreten Schritten, wenn Sie bereits Fernwartungssoftware installiert haben. Jetzt Anti-Phishing-Paket downloaden
So läuft der digitale Überfall ab
Die Masche beginnt oft mit einer Werbeanzeige, einer E-Mail oder einem unaufgeforderten Anruf. Die Betrüger locken mit zwei Ködern:
* Angst: Sie behaupten, der Computer sei mit einem Virus infiziert und müsse sofort gesichert werden.
* Gier: Sie versprechen unrealistisch hohe Gewinne durch Investitionen in Kryptowährungen.
Unter diesem Druck bringen sie das Opfer dazu, die Fernzugriffssoftware zu installieren. Ab diesem Moment sehen die Kriminellen alles – und können im Hintergrund agieren.
Vom gekaperten Handy zum leeren Konto
Mit der Kontrolle über das Gerät beginnt der finanzielle Raubzug. Die Täter fordern ihre Opfer auf, sich im Online-Banking einzuloggen, um angebliche „Sicherheitseinstellungen“ zu prüfen. Oder sie verlangen Ausweisdokumente zur „Verifizierung“.
Diese Daten nutzen sie dann, um im Namen des Geschädigten Konten bei Kryptobörsen zu eröffnen. Anschließend überweisen sie Geld vom Bankkonto des Opfers dorthin, tauschen es in Krypto um und leiten es auf nicht zurückverfolgbare Wallets weiter. Der Schaden liegt schnell im fünf- oder sechsstelligen Bereich. Danach brechen sie den Kontakt ab.
Die Waffe der Betrüger: Social Engineering
Der Erfolg der Masche basiert weniger auf Hacker-Kunst als auf psychologischer Manipulation – Social Engineering. Die Täter erzeugen gezielt Dringlichkeit und Verwirrung, um das kritische Denken ihrer Opfer auszuschalten.
Sie bedienen sich Fachjargon, gefälschter Websites oder sogar deepfakes mit Prominenten, um seriös zu wirken. Doch eine goldene Regel gilt immer: Seriöse Unternehmen rufen niemals unaufgefordert an und fordern zur Installation von Software oder zur Preisgabe von Passwörtern auf.
So wehren Sie die Angriffe ab
- Gewähren Sie niemals Fremden Fernzugriff auf Ihre Geräte.
- Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Anrufen oder Nachrichten mit Problemmeldungen oder Gewinnversprechen.
- Geben Sie keine Passwörter, TANs oder Ausweisdaten am Telefon oder per Mail preis.
- Legen Sie bei verdächtigen Anrufen sofort auf.
Falls Sie bereits eine Fernwartungssoftware installiert haben: Trennen Sie das Gerät sofort vom Internet und kontaktieren Sie Ihre Bank und die Polizei. Technische Schutzmaßnahmen wie Updates und Virenscanner sind wichtig, bieten aber keinen absoluten Schutz gegen diese Form der persönlichen Manipulation.
PS: Wussten Sie, dass viele Betrüger fertige Schadprogramme und Fernwartungstools nutzen, um Konten in wenigen Minuten zu leeren? Der Gratis‑Report zeigt, welche Sofortmaßnahmen Sie bei einem Verdacht ergreifen müssen — von Gerät vom Netz trennen bis zur richtigen Meldung bei Bank und Polizei — und wie Unternehmen ihre Mitarbeiter gegen solche psychologischen Angriffe schulen können. Praktische Vorlagen und prägnante Tipps helfen, Schaden zu begrenzen. Gratis Anti-Phishing-Guide holen


