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Android-Apps sicher nutzen: So schützen Sie sich im Play Store

10.02.2026 - 01:21:11

Trotz Sicherheitsmechanismen wie Play Protect sind Android-Nutzer vor Bedrohungen wie dem Trojaner Anatsa nicht gefeit. Dieser Leitfaden zeigt wichtige Schutzmaßnahmen für den App-Download und die Verwaltung.

Für Millionen Nutzer ist der Google Play Store das Tor zur Android-Welt – doch Sicherheitsvorfälle wie der jüngste Trojaner „Anatsa“ zeigen: Vorsicht ist geboten. Dieser Leitfaden erklärt Einsteigern, wie sie Apps sicher herunterladen und verwalten.

Der Play Store ist die vertrauenswürdigste Quelle für Android-Apps. Googles integrierter Dienst Play Protect prüft Anwendungen vor und nach dem Download. Doch absolute Sicherheit gibt es nicht. Erst am 7. Februar 2026 wurde über eine neue Welle des Banking-Trojaners „Anatsa“ berichtet, der über scheinbar harmlose Apps in den Store gelangte.

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Banking-Trojaner wie Anatsa zeigen, wie leicht schädliche Apps selbst in offiziellen Stores eingeschleust werden können. Nicht nur Firmen sind betroffen: Auch Privatnutzer riskieren Geld- und Datenverlust, wenn Apps zu viele Rechte erhalten oder Updates fehlen. Ein kostenloses E‑Book erklärt praxisnah, welche Schutzmaßnahmen Sie sofort umsetzen sollten – von sicheren Play-Store-Einstellungen über richtige Berechtigungsfragen bis hin zu Update-Strategien. Jetzt kostenloses Cyber-Security-E-Book herunterladen

Worauf Sie vor dem Download achten sollten

Nicht jeder App sollten Sie blind vertrauen. Prüfen Sie vor der Installation diese vier Punkte:

  • Der Entwickler: Handelt es sich um ein bekanntes Unternehmen? Ein Klick auf den Namen zeigt alle veröffentlichten Apps – ein Indiz für Seriosität.
  • Bewertungen und Rezensionen: Viele Downloads und positive Bewertungen sind ein gutes Zeichen. Lesen Sie aber auch kritische Kommentare.
  • Die App-Beschreibung: Professionelle Beschreibungen ohne Rechtschreibfehler sind vertrauenswürdiger als übertriebene Versprechungen.
  • Angeforderte Berechtigungen: Warum sollte eine Taschenlampen-App Ihre Kontakte sehen wollen? Seien Sie skeptisch bei unnötigen Zugriffen.

Berechtigungen: Die Kontrolle behalten Sie

Seit Android 6.0 werden Berechtigungen nicht mehr pauschal bei der Installation, sondern erst bei der ersten Nutzung abgefragt. Das gibt Ihnen die Kontrolle.

Unter „Einstellungen“ > „Apps“ können Sie für jede Anwendung einsehen und ändern, welche Zugriffe erteilt wurden. Nach dem Prinzip der Datensparsamkeit sollten Sie nur die Berechtigungen erteilen, die für die Kernfunktion zwingend nötig sind. Besonders kritisch: Zugriff auf Standort, Kamera, Mikrofon und Kontakte.

App-Hygiene: Updates und Aufräumen

Regelmäßige Updates schließen oft kritische Sicherheitslücken. Aktivieren Sie im Play Store am besten automatische Updates über WLAN. Nicht genutzte Apps sollten Sie deinstallieren – sie belegen nicht nur Speicher, sondern können auch Sicherheitsrisiken darstellen.

Vorinstallierte Apps (Bloatware) lassen sich oft nicht löschen, aber deaktivieren. Sie werden dann in einen Ruhezustand versetzt und aus der Übersicht entfernt.

Für Familien: Jugendschutz aktivieren

Der Play Store bietet integrierte Jugendschutzeinstellungen. Eltern können Altersfreigaben für Apps, Spiele und Medien festlegen. Eine PIN schützt diese Einstellungen vor Änderungen.

Für zusätzliche Kontrolle eignet sich die „Family Link“-App. Damit verwalten Eltern Nutzungszeiten, müssen App-Installationen genehmigen und können den Gerätestandort einsehen.

Die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit

Androids Offenheit erlaubt das Installieren von Apps aus anderen Quellen (Sideloading). Diese Freiheit birgt Risiken. Google verstärkt daher kontinuierlich die Sicherheitsmechanismen des Play Stores.

Die jüngsten Vorfälle zeigen: Absolute Sicherheit gibt es nicht. Die Verantwortung liegt auch beim Nutzer. Die wichtigsten Regeln bleiben: Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen laden, Berechtigungen kritisch prüfen und System sowie Apps stets aktuell halten.

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