AMD, Nvidia

AMD und Nvidia: Grafikkarten-Preise steigen massiv

16.01.2026 - 06:22:12

Die massive Nachfrage der KI-Industrie nach Speicherchips führt zu sofortigen Preiserhöhungen bei Grafikkarten, die sich 2026 fortsetzen sollen. Top-Modelle könnten drastisch teurer werden.

Gaming-PCs werden deutlich teurer: AMD und Nvidia erhöhen ab sofort die Preise für ihre Grafikkarten. Grund ist eine massive Nachfrage der KI-Industrie nach Hochleistungs-Speicherchips.

Die Anpassungen beginnen bei AMD in diesem Januar, Nvidia wird voraussichtlich im Februar nachziehen. Branchenkreise deuten an, dass dies der Startschuss für einen anhaltenden Preisanstieg über das gesamte Jahr 2026 hinweg sein wird. Betroffen sind alle Modelle, von Einsteiger- bis zu Top-Geräten.

KI-Boom verdrängt Gamer vom Speichermarkt

Das Kernproblem ist die explodierende Nachfrage nach speziellen Grafikspeichern wie GDDR6 und GDDR7. Diese Bauteile sind nicht nur für Gaming-Karten, sondern auch für die leistungsstarken Beschleuniger in KI-Rechenzentren essenziell. Der KI-Sektor wächst so rasant, dass Unternehmen bereit sind, jeden Preis für die knappen Chips zu zahlen.

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Das hat die Lieferkette auf den Kopf gestellt. Experten schätzen, dass die Speicherkosten inzwischen bis zu 80 Prozent der gesamten Herstellungskosten einer GPU ausmachen. Bei begrenzter globaler Produktion priorisieren die Chip-Hersteller logischerweise das lukrativere KI-Geschäft. Der Konsumentenmarkt mit PC-Spielern und Kreativen muss sich um die teurer werdenden Restbestände streiten. Diese Knappheit betrifft bereits auch den Markt für Arbeitsspeicher und SSDs.

Preisschock rollt in Wellen an

Die Preiserhöhungen sollen kein einmaliges Ereignis bleiben. Nach Informationen aus der Branche startet AMD im Januar, Nvidia folgt im Februar. Noch beunruhigender für Verbraucher: Beide Unternehmen könnten ihre Preise monatlich weiter anpassen, um die steigenden Komponentenkosten weiterzugeben.

Der Druck erreicht auch die Partner. Der große Hardware-Hersteller ASUS hat bereits bestätigt, seine Produktpreise ab dem 5. Januar 2026 anzuheben – und nennt explizit höhere Bauteilkosten als Grund. Es handelt sich also um eine branchenweite Anpassung an die neue Marktlage.

Flagship-Karte für 5.000 Euro?

Die konkreten Auswirkungen auf die Verbraucher könnten drastisch sein. Besonders alarmierend sind Prognosen für Nvidias Top-Modell RTX 5090. Trotz eines bereits hohen UVP von rund 1.999 Euro könnte der Straßenpreis bis Jahresende auf bis zu 5.000 Euro klettern, sollten die Trends anhalten. Der Preisdruck wird die gesamte High-End-Palette betreffen, inklusive Nvidias GeForce RTX-50-Serie und AMDs Radeon RX-9000-Modelle.

Hinzu kommen Gerüchte über geänderte Produktionsprioritäten. Nvidia soll erwägen, die Fertigung von Mittelklasse-Karten wie der RTX 5060 Ti und RTX 5070 um 30 bis 40 Prozent zu reduzieren. Ziel wäre, den knappen Grafikspeicher für profitablere High-End- und KI-Produkte zu reservieren. Das würde das Angebot für den Massenmarkt weiter verknappen und die Preise für die beliebtesten Gaming-Karten zusätzlich in die Höhe treiben.

Dauerhafter Wandel statt kurzer Hype

Der Grafikkartenmarkt hat Volatilität erlebt – durch Krypto-Mining und Pandemie-Lieferengpässe. Doch der aktuelle Druck durch die KI-Industrie markiert einen tieferen, womöglich dauerhaften Wandel. Im Gegensatz zum temporären Krypto-Boom ist der Aufbau der KI-Infrastruktur eine langfristige, global finanzierte Priorität.

Der Gaming-GPU-Markt konkurriert nun direkt mit einer der profitabelsten Wachstumsbranchen der Welt. Die Folge: Die Preismacht liegt nicht mehr bei der Konsumentennachfrage, sondern bei den Komponentenkosten, die der KI-Sektor diktiert. Die Auswirkungen könnten sogar über PCs hinausgehen; Analysten rechnen damit, dass die gleichen Speicherengpässe auch die nächste Generation von Spielekonsolen verteuern oder verzögern könnten.

Teures Jahr 2026 – Kaufempfehlung: Jetzt zuschlagen?

Für Verbraucher sieht die Perspektive für 2026 düster aus. Die Preiserhöhungen zu Jahresbeginn wirken wie die erste Salve einer anhaltenden Kosten-Offensive. Gamer, die auf fallende Preise gewartet haben, könnten in den kommenden Monaten vor noch härteren Entscheidungen stehen. Die Empfehlung aus der Branche lautet daher oft: Nötige Upgrades sooner rather than later – also lieber früher als später kaufen, bevor das Budget noch weniger wert ist.

Die Alternative? Die deutlich höheren Kosten schlucken oder Upgrades auf unbestimmte Zeit verschieben und damit den Einzug neuer Gaming-Technologien ausbremsen. Intels Arc-GPUs bieten mit aktuellen Preisreduktionen zwar einen kleinen Lichtblick, ihr geringer Marktanteil wird den breiten Trend der beiden Marktführer aber kaum ändern. Der Eintrittspreis für High-End-PC-Gaming steigt auf absehbare Zeit.

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