AMD Threadripper: 96-Core-CPU mit selbstgebautem Kühler auf Rekord-Takt getrieben
07.02.2026 - 00:04:12Ein Tech-Enthusiast hat AMDs 96-Core-Flaggschiff, den Ryzen Threadripper Pro 9995WX, mit einer radikalen Eigenbau-Wasserkühlung auf einen Rekordtakt von 5,325 GHz gebracht. Das spektakuläre Projekt beweist, dass selbst die heißesten Workstation-CPUs mit ingenieurstechnischem Fingerspitzengefühl gezähmt werden können.
Direkt am Prozessor gefräst: Der Kühler aus dem Wärmeverteiler
Das Geheimnis liegt in einer neuartigen „Direkt-IHS“-Methode. Das Team des chinesischen YouTube-Kanals Geekerwan fräste mikroskopisch kleine Kühlrippen direkt in die 4,1 mm dicke Metallabdeckung des Prozessors. So verwandelten sie den integrierten Wärmeverteiler selbst in einen Hochleistungs-Wasserblock. Die Wärme muss nun nur noch den hauchdünnen Weg vom Chip zum Kühlmittel zurücklegen.
Durch thermische Simulationen entwickelten die Ingenieure eine gebogene, S-förmige Rippenstruktur. Diese erwies sich als 20 Prozent effizienter als die geraden Rippen handelsüblicher Wasserblöcke. Ein industrieller Kühler und ein 140-Liter-Wassertank sorgten für Stabilität unter Extremlast.
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Hochrisiko-Fräsaktion an einem 12.000-Dollar-Chip
Die Modifikation eines fast 12.000 Euro teuren Prozessors war ein riskantes Unterfangen. Zur Vorbereitung konsultierte das Team Tony Yu, den Geschäftsführer von Asus China, und studierte eine Probe des Wärmeverteilers. An älteren, wertloseren Threadripper-CPUS perfektionierten sie dann ihren Fräsprozess.
Diese akribische Vorarbeit war entscheidend. Der Zen-5-Flaggschiffchip ist nicht nur größer, sondern hat auch ein komplexeres Chiplet-Design als normale Consumer-CPUs. Der Erfolg beweist ein extremes Maß an Präzision.
Rekordleistung bei eisigen Temperaturen
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der 96-Kern-Prozessor hielt unter Volllast – etwa im Benchmark Cinebench – stabil 5,325 GHz. Dabei zog der CPU allein rund 1.340 Watt. Der gesamte Rechner verbrauchte über 1.700 Watt.
Trotz dieser gewaltigen Leistungsaufnahme blieb das Kühlmittel bei etwa zwei Grad Celsius. Die Kerntemperaturen lagen zwischen 30 und 50 Grad. Im Leerlauf zeigte der Chip nur fünf Grad an. Der Übertaktungsgewinn betrug bis zu 18 Prozent im Multi-Core-Benchmark gegenüber den Werkeinstellungen.
Ein Vorbild für die Zukunft des High-End-Kühlens?
Das Projekt markiert einen Meilenstein für das thermische Management von Highend-Desktop-Prozessoren. Könnte diese Ingenieursleistung die Zukunft des Kühlens prägen? Während das CNC-Fräsen eines Prozessors nichts für den Durchschnittsbastler ist, zeigt es die Grenzen des Machbaren auf.
Der Erfolg könnte künftige kommerzielle Produkte inspirieren, die ähnliche Prinzipien nutzen. Für Enthusiasten ist es der Beweis: Mit genug Erfindungsreichtum lässt sich auch die größte Rechenpower bändigen.
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