AMD, Radeon

AMD Radeon: Zweite Preiserhöhung für Grafikkarten steht bevor

03.02.2026 - 17:06:12

Explodierende Speicherkosten durch KI-Boom treiben Preise für Gaming-Grafikkarten weiter nach oben. Hersteller passen sich zudem an Nvidias Marktpreise an.

PC-Spieler müssen sich auf weitere Preissprünge bei AMD-Grafikkarten einstellen. Eine zweite Erhöhungswelle soll noch im ersten Quartal 2026 auf den Markt kommen und die bereits im Januar gestiegenen Preise weiter nach oben treiben. Hintergrund ist ein dramatischer Anstieg der Speicherkosten, angetrieben durch den KI-Boom.

KI-Hunger treibt Speicherpreise in die Höhe

Der Hauptgrund für die anhaltende Preisspirale ist die explodierende Nachfrage nach Hochleistungsspeichern wie GDDR DRAM. KI-Rechenzentren schlucken einen Großteil der globalen Produktion, die auch für Gaming-GPUs essenziell ist. Diese Knappheit verleiht den Speicherherstellern enorme Preismacht. Marktbeobachter rechnen im ersten Quartal 2026 mit Vertragspreisen für konventionellen DRAM, die um bis zu 95 Prozent über dem Vorquartal liegen könnten. Diese Kosten geben die Grafikkartenhersteller nun an die Kunden weiter.

Die Situation wird durch strategische Entscheidungen verschärft: Da KI-Chips höhere Gewinnmargen versprechen, wird teilweise Produktionskapazität von Consumer-Komponenten umgewidmet. Das verknappt das Angebot für Gaming-Hardware zusätzlich.

Strategische Angleichung an Nvidia-Preise

Die geplanten Erhöhungen verfolgen auch ein klares strategisches Ziel: Die Preise für Radeon-GPUs sollen näher an das Niveau der Konkurrenzprodukte von Nvidia heranrücken. Deren RTX-Karten werden seit Monaten deutlich über der unverbindlichen Preisempfehlung (MSRP) gehandelt. Diese Lücke wollen AMDs Partner nun schließen.

Bereits im Januar hatten große Board-Partner wie Asus und Gigabyte Preiserhöhungen für beide Grafikkarten-Serien – AMDs RX 9000 und Nvidias RTX 50 – angekündigt. Es handelt sich also um eine branchenweite Anpassung. Die ersten Erhöhungen haben zudem zu Hamsterkäufen im Großhandel geführt. Händler stocken Lager auf, in Erwartung der nächsten Preissprünge. Das könnte zu künstlichen Verknappungen und leeren Regalen im Einzelhandel führen.

Herausforderung für PC-Bauer und geduldete Spieler

Für PC-Bastler wird die Lage zunehmend schwierig. Da nicht nur GPUs, sondern auch Arbeitsspeicher und SSDs von der Speicherkrise betroffen sind, steigen die Kosten für einen neuen Gaming-PC spürbar. Zwar betonte AMD noch im Januar, die Preise nahe der MSRP halten zu wollen. Die Marktkräfte scheinen dieses Vorhaben jedoch zunichte zu machen.

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Die Strategie, sich an Nvidias hohe Marktpreise anzupassen, zeigt einen Wandel: Die unverbindliche Preisempfehlung verliert an Bedeutung. Stattdessen bestimmen Komponentenkosten und die Preissetzung des Wettbewerbers die Kalkulation. Für Verbraucher bedeutet das das vorläufige Ende einer berechenbaren Preispolitik.

Düstere Aussichten: Keine Entspannung in Sicht

Die Prognosen für die kommenden Monate geben wenig Anlass zur Hoffnung. Die Speicherknappheit wird voraussichtlich noch Jahre andauern. Branchenkenner erwarten, dass AMD und Nvidia 2026 mit monatlichen, graduellen Preisanpassungen auf die steigenden Einkaufskosten reagieren werden.

Dieser Trend wird alle Produktklassen betreffen, von Einsteiger- bis zu High-End-Modellen. Für Spieler schrumpft das Zeitfenster, um eine Grafikkarte zum aktuellen – schon erhöhten – Preis zu erwerben. Bis sich das Angebot im Speichermarkt normalisiert, müssen sich Gamer auf ein dauerhaft höheres Preisniveau einstellen. Die Ära der günstigen Grafikpower ist vorerst vorbei.

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