Alibaba startet autonome KI Qwen 3.5 im globalen Wettlauf
16.02.2026 - 23:40:11Alibaba stellt mit Qwen 3.5 eine neue Generation autonomer Künstlicher Intelligenz vor – und unterstreicht damit Chinas Ambitionen in einem globalen Technologierennen. Die Ankündigung fällt mit einem wegweisenden KI-Gipfel in Indien zusammen und zeigt, wie schnell sich das Feld entwickelt.
Das neue Modell soll komplexe Aufgaben eigenständig erledigen können und markiert einen strategischen Schwenk: KI wird vom Werkzeug zum aktiven autonomen Agenten. Alibaba verspricht, dass Qwen 3.5 bei gleicher Rechenleistung deutlich mehr bewältigt. Für Entwickler und Unternehmen könnte das einen Produktivitätsschub bedeuten.
Effizienzsprung für KI-Agenten
Die Zahlen klingen beeindruckend: Der Betrieb von Qwen 3.5 sei 60 Prozent günstiger und die Leistung bei großen Arbeitslasten achtmal höher als beim Vorgänger, so das Unternehmen. Ein Schlüsselmerkmal sind die „autonomen Vision-Fähigkeiten“. Die KI soll damit Entscheidungen treffen und in Desktop- oder Mobil-Anwendungen agieren – ohne dass ein Mensch jeden Schritt anstoßen muss.
Damit positioniert sich Alibaba in einem globalen Trend. Auch andere Player wie Anthropic setzen auf KI-Agenten-Teams, die komplexe Projekte wie Finanzmodelle aufteilen und bearbeiten können. Die Ära der Einzelaufgaben-KI scheint vorbei. Stattdessen koordinieren sich autonome Systeme. Das stellt etablierte Software-Märkte fundamental in Frage.
Indien wird zum KI-Systembauer
Während Alibaba sein Modell vorstellt, sendet Indien ein starkes Signal zur globalen Gestaltung der Technologie. Der India AI Impact Summit 2026 begann am 16. Februar in Neu-Delhi. Das fünftägige Treffen soll eine „gemeinsame Roadmap für globale KI-Governance und Zusammenarbeit“ erarbeiten.
Indien positioniert sich damit strategisch neu: Vom Nachzügler will das Land zum führenden KI-Systembauer aufsteigen. Der Gipfel vereint globale Tech-Firmen, Start-ups und internationale Partner. Die Botschaft ist klar: Die Regeln für mächtige KI sollen nicht allein in den USA oder China geschrieben werden.
Forschung: Gehirn-inspirierte Computer lösen Physik-Probleme
Während Großsprachmodelle Schlagzeilen machen, gibt es auch bei der Hardware Fortschritte. Forscher meldeten am 14. Februar einen Durchbruch im neuromorphen Computing. Diese Systeme ahmen die Struktur des menschlichen Gehirns nach.
Ihr großer Vorteil: Sie lösten komplexe Physik-Simulationen – eine Aufgabe, die bisher energieintensiven Supercomputern vorbehalten war. Diese Entwicklung könnte den Weg für leistungsfähigere und zugleich energieeffizientere KI ebnen. Wissenschaftliche Herausforderungen, die heute unlösbar scheinen, rücken so in Reichweite.
Markt im Schockzustand: Die „SaaSpocalypse“
Das atemberaubende Innovationstempo hinterlässt bereits jetzt tiefe Spuren an den Märkten. Die Einführung leistungsfähiger KI-Agenten hat die Software-as-a-Service (SaaS)-Branche erschüttert. Analysten sprechen von einer „SaaSpocalypse“.
Der Grund: KI, die die Funktionen bestehender Software übernehmen kann, ließ den Börsenwert börsennotierter Softwareunternehmen binnen Tage um Milliarden Euro schmelzen. Der Markt bewertet den Wert traditioneller Software neu. Das Gesamtvolumen des KI-Markts wurde Anfang 2026 auf über 375 Milliarden Euro geschätzt. Generative KI soll bis 2035 sogar einen Billionen-Euro-Markt bilden. Die wirtschaftlichen Folgen sind immens.
Die Botschaft dieser Woche ist eindeutig. Die wichtigste Frontlinie ist die Entwicklung autonomer Agenten, die eigenständig planen und handeln. Das verspricht gewaltige Produktivitätsgewinne, aber auch massive wirtschaftliche Verwerfungen. Der globale Wettlauf zwischen den USA, China und aufstrebenden Playern wie Indien macht internationale Zusammenarbeit und Regulierung dringender denn je.
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