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Adidas-Aktie nach Zahlen & Ausblick: Dreht der DAX-Titel jetzt richtig auf?

16.02.2026 - 08:36:51

Adidas überrascht mit starkem Gewinnsprung und optimistischem Ausblick – doch Analysten sind gespalten. Was das für deutsche Anleger, den DAX und dein Depot konkret bedeutet – und ab welchem Kurs es kritisch wird.

Adidas liefert wieder ab – aber die Börse bleibt misstrauisch. Nach einem deutlichen Gewinnsprung und einem optimistischeren Ausblick steht die Adidas-Aktie im Fokus deutscher Anleger. Was Sie jetzt wissen müssen: Wie stark der Turnaround wirklich ist, was das Papier im DAX noch antreiben kann – und wo die Risiken lauern.

Für Ihr Depot entscheidend: Adidas hat die Talsohle nach dem Chaosjahr mit hohen Lagerbeständen und Yeezy-Abschreibungen offenbar hinter sich gelassen, doch die Bewertung ist bereits anspruchsvoll. Wer jetzt einsteigt, wettet darauf, dass Umsatz- und Margenwende nachhaltiger sind als viele Skeptiker glauben.

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Analyse: Die Hintergründe des Kursverlaufs

In den jüngsten Handelstagen stand die Adidas-Aktie (ISIN DE000A1EWWW0) nach neuen Geschäftszahlen und einem angehobenen Ausblick deutlich im Fokus. Der Markt reagierte vor allem auf drei Punkte: kräftig gestiegene Profitabilität, bessere Lager-Situation und ein deutlich selbstbewussteres Management, das wieder Wachstum in den Vordergrund stellt.

Wichtiger Kontext für deutsche Anleger: Adidas ist ein Schwergewicht im DAX. Größere Kurssprünge schlagen unmittelbar auf den Leitindex durch und beeinflussen damit auch ETF-Sparer und Robo-Advisor-Portfolios, die den DAX abbilden. Wer in deutschen Standardwerten investiert ist, hat Adidas fast immer indirekt im Depot.

Die Kursreaktion fiel gemischt aus: Nach anfänglichen Gewinnen setzten Gewinnmitnahmen ein, weil viele Investoren bereits auf eine Wende spekuliert hatten. Damit zeigt sich: Die Story "Turnaround geschafft" ist im Kurs zu einem guten Teil eingepreist, neue Impulse müssen nun aus dem laufenden Jahr kommen – insbesondere von der Europameisterschaft in Deutschland und den Olympischen Spielen.

KennzahlZuletzt gemeldet*MarkterwartungEinordnung
Umsatzleichtes Wachstum im niedrigen einstelligen ProzentbereichähnlichSolide, aber kein Boom – wichtiger ist die Margenqualität
Operative Margedeutlich verbessert ggü. Vorjahrleicht niedriger erwartetPositive Überraschung, zeigt Wirkung der Kostendisziplin
Nettogewinnklar im Plusteilweise skeptische KonsensschätzungenSignalisiert Ende der Krisenphase
Lagerbeständespürbar reduziertRückgang erwartetWeniger Abschreibungsrisiko, mehr Preismacht
Ausblickoptimistischer, Fokus auf Umsatz- & Margensteigerungvorsichtigere Töne erwartetVertrauenssignal des Managements

*Konkrete Zahlen bitte direkt in den Originalberichten und bei offiziellen Börsen-Informationsdiensten prüfen. Hier geht es um die Einordnung der Tendenzen.

Für Anleger im deutschsprachigen Raum ist die regionale Perspektive entscheidend: Adidas erzielt einen relevanten Teil seines Geschäfts in Europa, profitiert vom schwächeren Euro im Export, ist aber zugleich stark vom Konsumklima in Deutschland abhängig. Inflationsdruck, Zurückhaltung bei Markenprodukten und anhaltende Preissensibilität im Handel wirken wie ein Gegenwind.

Zugleich verschärft sich der globale Wettbewerb: Nike, Puma, New Balance und chinesische Anbieter wie Anta oder Li-Ning drängen mit aggressiven Preispunkten und Social-Media-Kampagnen in die Märkte. Adidas antwortet mit stärkerem Fokus auf Direktvertrieb (Direct-to-Consumer), eigenen Online-Shops und Flagship-Stores – ein Hebel für höhere Margen, aber auch mit Investitionsbedarf verbunden.

Ein-Jahres-Rückblick: Gewinn oder Verlust?

Wer die Adidas-Aktie seit rund einem Jahr im Depot hält, blickt auf eine beeindruckende Erholung. Nach den Kursabschlägen im Krisenjahr hat sich der Wert im letzten Zwölfmonatszeitraum spürbar erholt und damit den DAX zeitweise klar übertroffen.

Zur Einordnung für Privatanleger in Deutschland:

  • Performance Adidas-Aktie (ca. 1 Jahr): deutlich zweistellig im Plus in Euro, nach der Erholung vom Tief.
  • Im gleichen Zeitraum: Der DAX legte ebenfalls zu, wurde aber phasenweise von Adidas nach oben gezogen.
  • Volatilität: Der Weg nach oben war holprig – Zwischenkorrekturen von 10–20 % waren keine Seltenheit.

Das bedeutet: Wer den Mut hatte, in der Schwächephase nachzukaufen, liegt heute klar vorne. Wer jedoch erst nach den ersten starken Anstiegen eingestiegen ist, hängt stärker von der Frage ab, ob Adidas seine Wachstumsstory 2025 und darüber hinaus bestätigen kann.

Das sagen die Profis (Kursziele)

Institutionelle Analysten haben ihre Einschätzungen zu Adidas in den vergangenen Monaten mehrfach angepasst. Nach dem klaren Strategiewechsel und der operativen Stabilisierung reagierten viele Häuser mit Hochstufungen und angehobenen Kurszielen, allerdings auf teils sehr unterschiedlichen Niveaus.

Überblick der aktuellen Tendenzen aus Häusern wie Goldman Sachs, JP Morgan, Deutsche Bank, UBS und anderen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit, bitte stets die Originalstudien und Ihr Broker-Research prüfen):

  • Grundstimmung: überwiegend positiv bis neutral, die Mehrheit der Analysten liegt im Bereich „Halten“ bis „Kaufen“.
  • Kursziele: oft über dem zuletzt gehandelten Kurs, teils mit zweistelligem Aufwärtspotenzial, manche Häuser sehen aber nach der Rallye nur noch begrenzt Luft nach oben.
  • Begründung der Optimisten: Turnaround beim Ergebnis, bessere Margen, starke Marke, Rückenwind durch Sportgroßereignisse und Fokussierung auf margenstarken Direktvertrieb.
  • Begründung der Skeptiker: hohe Bewertung im Branchenvergleich, anhaltender Wettbewerbsdruck aus den USA und Asien, konjunkturelle Unsicherheiten in Europa, mögliche Konsumflaute.

Für Sie als deutscher Anleger bedeutet das: Das Chance-Risiko-Verhältnis hängt stark vom Einstiegszeitpunkt ab. Wer bereits seit tiefen Kursen dabei ist, sollte über ein aktives Risikomanagement (Stop-Loss, Teilgewinnmitnahmen) nachdenken. Wer neu einsteigen will, muss sich fragen, ob er an mehrjährige Umsatz- und Margensteigerungen glaubt – und Kursrückschläge aushält.

Wichtig: Analystenmeinungen sind kein Garant für Kursentwicklungen. Sie spiegeln Szenarien auf Basis derzeitiger Informationen wieder. Abrupte Änderungen im Konsumverhalten, Währungsschwankungen oder Markenrisiken (z. B. Shitstorms, Sponsoring-Skandale) können die Lage schnell drehen.

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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Rohstoffe wie Gold, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Auch vermeintlich sichere Häfen können volatil sein. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.

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