ACCESS-AD: Neues EU-Konsortium will Alzheimer-Versorgung revolutionieren
06.02.2026 - 21:01:12Ein europäisches Großprojekt will die Versorgung von Millionen Alzheimer-Patienten grundlegend verändern. Das neue Konsortium ACCESS-AD startet heute eine wegweisende Initiative, um neueste Therapien schneller in die Praxis zu bringen. Das Ziel: eine personalisierte und flächendeckende Behandlung für Betroffene in ganz Europa.
Kampf gegen Diagnose-Engpässe mit KI und Biomarkern
Derzeit warten viele Patienten monatelang auf eine klare Diagnose. Moderne Verfahren wie spezielle Bildgebung oder Biomarker-Tests sind oft nur in Spezialzentren verfügbar. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zur Hälfte aller Alzheimer-Fälle in Europa nie formell erkannt wird.
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ACCESS-AD setzt hier an und entwickelt einen multimodalen Ansatz:
* Kombination von zugänglicher Bildgebung (wie MRT) mit Bluttests
* Einsatz digitaler Biomarker aus Wearables und Smartphones
* Entwicklung KI-gestützter Vorhersagemodelle für Therapieerfolg und Nebenwirkungen
Ein zentrales „Demenz-Dashboard“ soll Ärzten künftig alle relevanten Daten gebündelt anzeigen. So soll der richtige Patient zur richtigen Zeit die passende Behandlung erhalten.
37 Millionen Euro für europaweite Zusammenarbeit
Das auf fünf Jahre angelegte Projekt wird von der EU-Initiative IHI kofinanziert. Über 30 Partner aus Wissenschaft, Industrie und Patientenorganisationen arbeiten zusammen. Die Leitung teilen sich das Amsterdam UMC, Siemens Healthineers, das King’s College London und Gates Ventures.
Mit einem Budget von rund 37 Millionen Euro baut das Konsortium auf ein starkes Netzwerk:
* Akademische Partner: LMU Klinikum München, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)
* Industriepartner: Siemens Healthineers, Pharmaunternehmen
* Ziel: Nachhaltige Integration von Innovationen in nationale Gesundheitssysteme
Ein Herzstück ist der Aufbau eines europaweiten Alzheimer-Registers. Dort werden reale Versorgungsdaten von mehr als 500 Patienten gesammelt, um Therapien unter Alltagsbedingungen zu bewerten.
Neue Medikamente erfordern neue Strukturen
Der Start von ACCESS-AD kommt zum richtigen Zeitpunkt. Seit der Zulassung der ersten krankheitsmodifizierenden Medikamente wie Lecanemab im Jahr 2025 können Ärzte den Verlauf der Alzheimer-Erkrankung erstmals verlangsamen.
Doch diese neuen Therapien stellen die Gesundheitssysteme vor enorme logistische und diagnostische Herausforderungen. Genau hier setzt das Projekt an. Es will klinische Abläufe standardisieren und den Zugang zu Schlüsseltechnologien ausweiten.
Konkrete Projekte der Partner:
* Siemens Healthineers arbeitet an vereinfachter Blutentnahme für zu Hause und kompakten MRT-Systemen.
* Das DZNE erforscht die Therapieüberwachung mit digitalen Biomarkern aus Smartphone-Tests.
In den kommenden fünf Jahren werden die entwickelten Konzepte in der Praxis erprobt. Eine Pilotstudie soll sogar testen, ob sich Medikamente mit gezielten Lebensstil- und Ernährungsstrategien kombinieren lassen. Die Vision ist klar: eine personalisierte Versorgung für jeden Alzheimer-Patienten in Europa Realität werden zu lassen.
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