ABC-Analyse, Tool

ABC-Analyse: Das 60 Jahre alte Tool für mehr Fokus

18.01.2026 - 01:30:12

In einer Arbeitswelt voller Ablenkungen schafft die ABC-Analyse Klarheit. Das betriebswirtschaftliche Instrument aus den 1950ern hilft noch heute, Prioritäten zu setzen und Ressourcen klug einzusetzen. Es trennt das Wesentliche vom Unwesentlichen.

Die Methode klassifiziert Aufgaben, Kunden oder Produkte in drei Kategorien: A, B und C. Grundlage ist das Pareto-Prinzip, wonach oft 20 Prozent des Aufwands 80 Prozent des Ergebnisses bringen. Entwickelt hat sie H. Ford Dickie bei General Electric.

Das Prinzip ist simpel: Alle Objekte werden anhand einer Kennzahl wie Umsatz oder Zeitaufwand sortiert und in drei Wertklassen eingeteilt.

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  • A-Aufgaben (sehr wichtig): Sie machen nur 15-20 Prozent der Menge aus, liefern aber 60-80 Prozent des Werts. Hier liegt der Fokus.
  • B-Aufgaben (wichtig): Mittelfeld mit moderatem Mengen- und Wertanteil. Sie sind notwendig, aber nicht kritisch.
  • C-Aufgaben (weniger wichtig): 50-75 Prozent der Menge, aber nur 5-15 Prozent des Werts. Oft Routinearbeiten.

Für das Zeitmanagement bedeutet das: Rund 65 Prozent der Arbeitszeit für A-Aufgaben reservieren, 20 Prozent für B und nur 15 Prozent für C.

Vom Lager ins Kundengespräch: Strategie-Tool für Firmen

Die ABC-Analyse ist mehr als persönliches Zeitmanagement. Unternehmen nutzen sie strategisch in verschiedenen Bereichen.

Im Vertrieb identifiziert sie A-Kunden, die den größten Umsatz bringen. Diese erhalten intensive Betreuung, während C-Kunden standardisiert behandelt werden. In der Lagerhaltung, ihrem Ursprungsfeld, optimiert sie Bestände: Wertvolle A-Güter werden engmaschig kontrolliert, C-Güter mit weniger Aufwand.

Auch im Personalmanagement kommt die Methode zum Einsatz – etwa um Produktivität zu analysieren und Fördermaßnahmen abzuleiten.

Digitale Helfer: Von Excel bis KI

Früher wurde mit Stift und Papier analysiert, heute übernehmen Tools die Arbeit. Excel bleibt mit automatisierten Vorlagen beliebt. Spezialisierte Software integriert das Prinzip direkt.

Work-Management-Tools wie Asana helfen Teams, Aufgaben nach ABC zu priorisieren. CRM-Systeme können Kundendaten für die Segmentierung exportieren. Zukünftig könnten KI-Tools die Datensammlung und Kategorisierung noch weiter automatisieren.

Stärken und Schwächen des Klassikers

Die Vorteile der ABC-Analyse liegen auf der Hand: Sie ist einfach, schnell anwendbar und schafft Transparenz. Sie zwingt zur Fokussierung und verbessert die Ressourcennutzung.

Doch die Methode hat Grenzen. Sie ist eine Momentaufnahme, die regelmäßig aktualisiert werden muss. Die Fokussierung auf quantitative Kennzahlen blendet qualitative Aspekte aus. Die grobe Dreiteilung kann komplexe Sachverhalte zu stark vereinfachen. Zudem ist die Wahl der richtigen Kennzahl subjektiv und beeinflusst das Ergebnis stark.

Trotz dieser Schwächen bleibt die Kernphilosophie zeitlos: Konzentriere dich auf das, was den größten Wert bringt. In einer agilen Welt ist dieser klare Rahmen wertvoller denn je.

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