30:15-Steh-Routine soll Produktivität steigern
02.02.2026 - 01:23:12Eine einfache Methode verspricht mehr Konzentration im Büroalltag: die 30:15-Steh-Routine. Sie kombiniert 30 Minuten Sitzen mit 15 Minuten Stehen oder leichter Bewegung. Arbeitswissenschaftler sehen darin einen wirksamen Gegenentwurf zum stundenlangen Verharren am Schreibtisch.
Warum Aufstehen das Denken ankurbelt
Langes Sitzen drosselt die Durchblutung – und damit die Sauerstoffversorgung des Gehirns. Die Folge sind Müdigkeit und Konzentrationslöcher. „Es geht nicht darum, den gan Tag zu stehen“, betonen Experten. Entscheidend sei der regelmäßige Wechsel. Er aktiviert große Muskelgruppen, bringt den Kreislauf in Schwung und kann so die kognitive Leistung direkt verbessern.
So setzen Sie die Routine praktisch um
Die Umsetzung erfordert kaum Investitionen, aber Disziplin. Ideal sind höhenverstellbare Schreibtische. Doch auch ohne sie lässt sich das Prinzip anwenden:
* Nutzen Sie die Stehphase für Telefonate oder das Lesen von Dokumenten.
* Halten Sie kurze Besprechungen im Stehen ab.
* Integrieren Sie leichte Dehnübungen.
Digitale Erinnerungen helfen in der Anfangsphase, den Rhythmus aus 30 Minuten sitzen und 15 Minuten stehen zu verinnerlichen.
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Ein Gewinn für Unternehmen und Mitarbeiter
Die Vorteile gehen über die reine Ergonomie hinaus. Studien deuten an: Wer regelmäßig die Haltung wechselt, fühlt sich energiegeladener und fokussierter. Diese gesteigerte mentale Frische schlägt sich oft direkt in der Arbeitsleistung nieder. Unternehmen, die Bewegung fördern, berichten zudem von höherer Zufriedenheit und weniger krankheitsbedingten Ausfällen in ihrer Belegschaft.
Vom Trend zur neuen Arbeitsnorm
Die Metapher „Sitzen ist das neue Rauchen“ hat das Problembewusstsein geschärft. Die 30:15-Routine ist eine konkrete Antwort und Teil eines größeren Trends: weg vom starren Büro, hin zu gesundheitsfördernden, flexiblen Arbeitsumgebungen. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Arbeitgeber ohnehin, die Risiken nicht-ergonomischer Arbeitsplätze zu bewerten. Die Förderung aktiver Pausen wird so auch zu einer Frage der unternehmerischen Verantwortung.


