USA, Großbritannien

Trump lobt britische Soldaten als «großartigste Kämpfer»

25.01.2026 - 02:00:29

Donald Trumps abfällige Äußerungen über Nato-Soldaten in Afghanistan lösten vor allem in Großbritannien Empörung aus. Nun rudert der US-Präsident zurück.

Nach der Empörung über seine abfälligen Kommentare zu Nato-Truppen in Afghanistan hat US-Präsident Donald Trump die Leistungen britischer Soldaten gewürdigt. «Die GROSSARTIGEN und sehr MUTIGEN Soldaten des Vereinigten Königreichs werden immer an der Seite der Vereinigten Staaten von Amerika stehen!», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. In Afghanistan seien 457 von ihnen gefallen und viele schwer verwundet worden, «sie gehörten zu den großartigsten Kämpfern». 

Trump hatte mit seinen umstrittenen Äußerungen zu Nato-Truppen in Afghanistan für Empörung in Großbritannien, aber auch in Polen, Italien und Deutschland gesorgt. In einem Interview des Senders Fox News behauptete Trump, dass die USA das Verteidigungsbündnis nie gebraucht hätten. Mehrere andere Nato-Staaten hätten zwar nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA Truppen nach Afghanistan geschickt, diese seien jedoch «ein wenig» zurückgeblieben, «etwas abseits der Frontlinien».

Nato-Verbündete reagieren brüskiert

Der britische Premierminister Keir Starmer hatte die Äußerungen Trumps als «beleidigend» und «entsetzlich» kritisiert. Auch andere Politiker und Prominente wie Prinz Harry und Rod Stewart forderten den US-Präsidenten auf, den Opfern der amerikanischen Nato-Verbündeten in Afghanistan Respekt zu zollen. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius versprach: «Wir werden den Einsatz und Mut unserer Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan in Ehren halten. Ganz egal, von wem das in Frage gestellt wird. Sie sind nie vergessen.»

Trump schrieb nun auf Truth Social, die Bindung zu Großbritannien sei zu stark, um jemals zu zerbrechen. «Das britische Militär, mit seinem gewaltigen Herzen und seiner Seele, ist das allerbeste (außer natürlich das der USA!).»

Nach den islamistisch motivierten Terroranschlägen am 11. September 2001 in den USA hatte die US-Regierung Artikel Fünf des Nato-Vertrags aktiviert, um Beistand ihrer Verbündeten zu bekommen. Dies führte dazu, dass Deutschland und andere Nato-Staaten wie Großbritannien sich am Krieg gegen die Taliban und die Terrororganisation Al-Kaida beteiligten. Es war das erste und einzige Mal in der Nato-Geschichte, dass ein solcher Bündnisfall ausgerufen wurde.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Prinz Harry fordert von Trump Respekt für Nato-Verbündete. Der wohl berühmteste Afghanistan-Veteran will das nicht auf sich sitzen lassen. Der US-Präsident löst mit geringschätzigen Äußerungen über den Beitrag anderer Nato-Staaten Ärger bei Verbündeten aus. (Ausland, 23.01.2026 - 20:20) weiterlesen...

Harry Styles geht noch dieses Jahr auf Welttournee. Einen Wermutstropfen gibt es für Fans in Deutschland. Der Brite plant in mehreren großen Städten Konzerte, darunter New York und Amsterdam. (Unterhaltung, 22.01.2026 - 19:33) weiterlesen...

Klage gegen «Daily Mail»: Angespannter Harry im Kreuzverhör. Er will beweisen, dass nicht sein Umfeld, sondern Privatdetektive der Klatschpresse Hinweise lieferten. Am Schluss kommen ihm beinahe die Tränen. Im Zeugenstand steht Harry Rede und Antwort. (Unterhaltung, 21.01.2026 - 14:23) weiterlesen...

Klage gegen «Daily Mail»: Prinz Harry tritt in Zeugenstand. Sein Antrieb liegt tief in seiner Familiengeschichte verborgen. Ungewöhnlicher Anblick in London: In seinem Kreuzzug gegen die Boulevardpresse tritt Prinz Harry in den Zeugenstand. (Unterhaltung, 21.01.2026 - 12:51) weiterlesen...

Trump will Grönland: Boykottieren wir jetzt die Fußball-WM? «Feuer mit Feuer» bekämpfen, US-Präsident Donald Trump in Verlegenheit bringen: Der Konflikt um Grönland hat auch die Fußball-WM 2026 erreicht. (Sport, 21.01.2026 - 10:12) weiterlesen...

Rekord beim Goldpreis: Feinunze über 4.800 Dollar. Experten sehen politische Spannungen als Hauptgrund für den Anstieg. Gold erreicht ein neues Rekordhoch, auch Silber wird teurer. (Wirtschaft, 21.01.2026 - 09:17) weiterlesen...